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Handball-EM heute live: Deutschland - Frankreich im Free-TV, Livestream & Ticker - Kader-Entscheidung gefallen

Dieser Ausfall trifft Deutschland

Deutschland trifft bei der Handball-EM im letzten Spiel der Hauptrunde auf Frankreich. Mit mindestens einem Punkt wäre der Halbfinaleinzug perfekt. Ein Abwehrspezialist fehlt verletzt.
Trainer Alfred Gislason erklärt vor der entscheidenden Partie gegen Frankreich die Rotation gegen Dänemark. Er nennt unter anderem Müdigkeit bei Andreas Wolff als Grund.
Deutschland trifft bei der Handball-EM im letzten Spiel der Hauptrunde auf Frankreich. Mit mindestens einem Punkt wäre der Halbfinaleinzug perfekt. Ein Abwehrspezialist fehlt verletzt.

Nach der 26:31-Niederlage gegen Dänemark steht für Deutschlands Handballer nun das Endspiel um den Halbfinaleinzug an. Am Mittwoch geht es zum Abschluss der Hauptrunde gegen Europameister Frankreich.

Vor der Partie muss Bundestrainer Alfred Gislason wie gewohnt zwei seiner Stars aus dem 18-Mann-Kader streichen. Dieses Mal hat es Abwehrspezialist Tom Kiesler sowie Linksaußen Rune Dahmke erwischt. Dafür kehrt die Flügelzange aus Lukas Mertens und Lukas Zerbe zurück ins Aufgebot.

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Wie der DHB mitteilte, ist Kiesler „nicht spielfähig“ und deswegen gegen Frankreich zum ersten Mal bei dieser EM nicht im Spieltagskader. Ein bitterer Ausfall für Deutschland! „Er ist krankheitsbedingt im Hotel geblieben“, verriet Moderator Florian Zschiedrich während der ZDF-Übertragung.

Für Experte Sören Christophersen ist es ein herber Rückschlag. „Tom ist ein extrem wichtiger Part unserer Deckung und hat uns schon sehr viel geholfen. Da kommt ein bisschen mehr Verantwortung auf Johannes Golla, Julian Köster und Justus Fischer zu. Auch für Matthes Langhoff“, sagte der ehemalige Nationalspieler. „Die müssen das Abwehrbollwerk jetzt innen zusammenhalten. Da gibt es reichlich zu bearbeiten für sie.“

Deutschland beginnt die Partie wie erwartet mit Andreas Wolff im Tor. Vor ihm startet die Flügelzange aus Mertens und Zerbe, den Rückraum bilden von links nach rechts Julian Köster, Marko Grgic und Renars Uscins. Komplettiert wird die erste Sieben durch Johannes Golla am Kreis.

Handball-EM: Gislason rückt Fokus auf die Defensive

Gislason rückte den Fokus vor Anpfiff auf die Defensive. „Alle müssen ihre Leistung bringen, unsere Abwehr muss stehen, unsere Torhüterleistung muss da sein“, betonte der Bundestrainer bei Dyn. „Es gibt extrem viel, was wir heute gut machen müssen. Ihre Gegenstöße müssen wir auch in Grenzen halten.“

Die Ausgangslage ist klar: Holt die DHB-Auswahl mindestens einen Punkt, steht sie im Halbfinale der Europameisterschaft 2026. Bei einer Niederlage geht es stattdessen ins Spiel um Platz fünf.

Deutschland geht trotz der Niederlage gegen Dänemark mit Selbstvertrauen in das Duell. Vor allem die Defensivleistung machte Mut, weil es gelang, eine der besten Offensiven des Turniers über weite Strecken zu kontrollieren. Bundestrainer Alfred Gislason sagte vor der Partie: „Es ist ein absolutes 50:50-Spiel und ein Endspiel ums Halbfinale.“

Nun braucht es erneut diese Stabilität – kombiniert mit mehr Effizienz im Abschluss. Gegen Frankreich wird jede Phase ohne Gegentor und jeder verwertete Angriff entscheidend sein. Gislason führte weiter aus: „Ich bin trotzdem optimistisch, weil die Mannschaft sehr gut gespielt hat. Das einzige was uns fehlte, ist die Wurfausbeute. Jetzt haben wir die zweite Chance.“

Deutschland: Pech im Abschluss – Wolff frisch für Showdown

Im Angriff gegen Dänemark fehlte mehrmals das Glück. Sieben Würfe landeten am Pfosten oder an der Latte, darunter auch ein Siebenmeter kurz vor der Pause, mit dem Deutschland zum 13:13 hätte ausgleichen können.

Gegen Frankreich könnte auch wieder Andreas Wolff zu einem ganz wichtigen Faktor werden. Gegen Dänemark bekam er überraschend eine Pause, nachdem er zuvor gegen Norwegen 60 Minuten durchgespielt hatte und eine unglaubliche Vorstellung mit 22 Paraden abgeliefert hatte. So geht er nun mit frischer Energie in den Showdown.

Handball-EM: Defensive macht Mut für Frankreich

Trotz der Niederlage gegen Dänemark lieferte Deutschland vor allem defensiv eine starke Vorstellung. Zur Pause hatte die DHB-Abwehr nur 13 Gegentore zugelassen. Mit enormer Energie und einer harten Zweikampfführung schaffte es das Team sogar, Weltklassemann Simon Pytlick über weite Strecken aus dem Spiel zu nehmen.

Zwischen der 25. und 35. Minute gelang den Dänen halbzeitübergreifend fast zehn Minuten lang kein Treffer - ein Novum bei dieser Europameisterschaft. Diese Stabilität in der Abwehr soll nun auch gegen Frankreich der Schlüssel sein.

Erinnerung an Olympia als Motivation

Auch die jüngere Vergangenheit sorgt für Zuversicht: Bei den Olympischen Spielen 2024 schockte Deutschland die Franzosen im Viertelfinale in Lille. In allerletzter Sekunde traf das DHB-Team zum Ausgleich und setzte sich anschließend in der Verlängerung durch.

Gislason sagte dazu: „Es war ein fantastisches Spiel für uns. Der Sieg war sehr schön und hat die Mannschaft weiter gebracht, aber das zählt heute nicht.“

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