Das Aus für Nordmazedonien stand quasi fest: Dennoch feierte das Team nach dem 24:23 zum Abschluss der Vorrunde bei der Handball-EM gegen Außenseiter Rumänien überschwänglich.
Handball-EM: Sekunden-Krimi - mit Enttäuschung Stunden später
Enttäuschung trotz Sekunden-Krimi
Immerhin wendete der Sieger durch einen Treffer in letzter Sekunde von Nenad Kosteski das vorzeitige Aus in der ersten Gruppenphase ab und wahrte die Minimalchance. Der Linkshänder traf von Außen - direkt nachdem der Ball die Torlinie überquert hatte, ertönte die Sirene.
Doch Stunden später gab es doch noch die Enttäuschung. Nur wenn Dänemark am Abend die Portugiesen mit 17 Toren Unterschied überrollt hätte, wären die Nordmazedonier doch noch in die Hauptrunde eingezogen. Doch Portugal siegte sensationell und löste so das Ticket als vierter deutscher Gegner neben den Dänen, Titelverteidiger Frankreich und Norwegen.
„Das war wirklich stressig. Aber wir haben buchstäblich bis zur letzten Sekunde daran geglaubt. Das Glück war auf unserer Seite. Das muss man zugeben. Wir können es viel besser, haben uns aber stressen lassen“, fasste Keeper Martin Tomovski zusammen.
Ein Remis hätte den sicheren K.o. bedeutet. Nun besteht noch für einige Stunden die kleine Hoffnung. Nordmazedonien überstand eine äußerst packende Schlussphase.
Nordmazedonien hofft auf Wunder
Denn das bereits ausgeschiedene Rumänien zeigte noch einmal Kampfgeist und schaffte erst sechs Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 23:23 aus dem Rückraum durch Daniel Stanciuc.
Doch dann stürmte Nordmazedonien nach vorne und traf noch einmal. Zu solch einem Drama hätte es gar nicht kommen müssen. Bereits zur Pause führte Nordmazedonien mit 14:9 und wirkte souverän. Doch dann war der Vorsprung auf einmal weg.