Das Warten für die Handball-Fans hat ein Ende! Am Donnerstag startet die 17. Europameisterschaft. Gespielt wird in drei Ländern an vier Spielorten: in Herning (Dänemark), Oslo (Norwegen) sowie Malmö und Kristianstad (beide Schweden). Die deutsche Mannschaft bestreitet das gesamte Turnier in der Jyske Bank Boxen in Herning.
Handball-EM: So sehen Sie die Deutschland-Highlights bei SPORT1
Handball-Highlights bei SPORT1
Zum Auftakt der EM trifft Deutschland in einer starken Gruppe zunächst am 15. Januar auf Österreich. Zwei Tage später folgt das Duell mit Serbien, bevor das Team von Trainer Alfred Gislason die Vorrunde am 19. Januar gegen Spanien abschließt. Alle drei Partien beginnen um 20:30 Uhr.
Wo werden die EM-Spiele übertragen?
ARD und ZDF übertragen alle deutschen EM-Auftritte live im linearen Fernsehen, außerdem gibt es mehrere Partien ohne deutsche Beteiligung im kostenlosen Livestream der öffentlich-rechtlichen Sender im Internet zu sehen. Wer damit nicht genug hat, kann sämtliche 65 EM-Partien live und auf Abruf im Netz beim Streamingdienst Dyn verfolgen.
Bei SPORT1 bleiben Fans während der EM ebenfalls auf dem Laufenden: Bei uns gibt es Highlight-Videos zu allen deutschen Spielen sowie zu den beiden Halbfinals und dem Endspiel – unabhängig davon, ob die DHB-Auswahl beteiligt ist.
Wie ist der EM-Modus?
Die Vorrunde wird in sechs Vierergruppen ausgetragen. Die ersten beiden Mannschaften jeder Gruppe ziehen in die Hauptrunde ein, in der es dann zwei Sechsergruppen gibt. Die Punkte gegen das ebenfalls qualifizierte Team werden in die zweite Turnierphase mitgenommen.
Spiele der Gruppe I werden in Herning ausgetragen, Gruppe II trifft sich in Malmö. Haben alle Nationen jeweils einmal gegeneinander gespielt, erreichen die Teams auf den Plätzen eins und zwei das Halbfinale, die beiden Drittplatzierten kämpfen um den fünften Platz.
Welche Gegner warten auf Deutschland?
Nach den bereits kniffligen Duellen in Vorrundengruppe A mit Österreich, Serbien und Spanien könnte in der Hauptrunde noch größere Konkurrenz warten: Olympiasieger und Weltmeister Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, der WM-Vierte Portugal und Co-Gastgeber Norwegen wären realistische Gegner.
Der Weg in die Medaillenspiele ist steinig, bereits der Silber-Coup bei den Olympischen Spielen 2024 zeigte aber, dass Deutschland auch einen anspruchsvollen Weg bewältigen kann. Ein dritter EM-Triumph nach 2004 und 2016 wäre dann aber doch eine dicke Überraschung. Top-Favorit ist Dänemark. Ebenso zählen Frankreich, Kroatien, Spanien oder die talentierten Isländer zum erweiterten Anwärterkreis auf den Titel.
Wie lautet das Ziel für die Europameisterschaft?
Halbfinale! Dies formulierte Bundestrainer Alfred Gislason bereits bei der Bekanntgabe seines 18-köpfigen Kaders im Dezember angriffslustig. Was ihn zuversichtlich stimmt? „Wir haben mehr Breite als oft zuvor“, sagte der Isländer im SID-Interview. Zudem ist der Kader an vielen Stellen mit Weltklasse-Spielern gespickt: Ob Andreas Wolff im Tor, Juri Knorr auf der Spielmacherposition, Julian Köster oder Johannes Golla in der Abwehr.
In zwei Härtetests gegen Vizeweltmeister Kroatien präsentierte sich das deutsche Team bereits in starker Verfassung. Sowohl beim ersten Aufeinandertreffen in Zagreb (32:29) als auch bei der Generalprobe am Sonntag in Hannover (33:27) war eine sattelfeste Abwehr der Schlüssel zum Erfolg, zudem überragten jeweils die Torhüter David Späth (Spiel eins) und Andreas Wolff (Spiel zwei).
Das deutsche Team für die EM 2026:
- Tor: David Späth (Rhein-Neckar Löwen), Andreas Wolff (THW Kiel)
- Linksaußen: Rune Dahmke (THW Kiel), Lukas Mertens (SC Magdeburg)
- Rückraum links: Marko Grgic (SG Flensburg-Handewitt), Tom Kiesler (VfL Gummersbach), Matthes Langhoff (Füchse Berlin), Miro Schluroff (VfL Gummersbach)
- Rückraum Mitte: Juri Knorr (Aalborg Handbold/Dänemark), Julian Köster (VfL Gummersbach), Nils Lichtlein (Füchse Berlin)
- Rückraum rechts: Franz Semper (SC DHfK Leipzig), Renars Uscins (TSV Hannover-Burgdorf)
- Rechtsaußen: Mathis Häseler (VfL Gummersbach), Lukas Zerbe (THW Kiel)
- Kreis: Justus Fischer (TSV Hannover-Burgdorf), Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen)
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)