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Handball-EM: Sekunden-Drama um Färöer und Schweiz

Verrücktes Sekunden-Drama

Die Färöer schlagen bei der Handball-EM im letzten Moment gegen die Schweiz zurück. Die Achterbahn-Partie endet mit einem unglaublichen Ende.
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Die Färöer schlagen bei der Handball-EM im letzten Moment gegen die Schweiz zurück. Die Achterbahn-Partie endet mit einem unglaublichen Ende.

Verrückter Krimi in Oslo! Die Färöer und die Schweiz haben sich bei der Handball-EM nach dramatischen Schlusssekunden mit 28:28 (15:13) getrennt.

Rund 18 Sekunden vor dem Ende vergab der Schweizer Manuel Zehnder bei einer 28:27-Führung völlig unbedrängt die große Chance auf den Sieg. Im direkten Gegenzug erzielten die Färinger drei Sekunden vor der Schlusssirene den umjubelten Ausgleich.

Doch das war noch nicht alles! Ein letzter Wurf der Schweizer landete sogar noch im verwaisten Tor der Färöer - doch der Ball schlug wenige Augenblicke nach der Schlusssirene ein.

Handball-EM: Wilde Szenen und ein Videobeweis

Nachdem die Spieler des Inselstaats und mehrere tausend mitgereiste Fans bereits frenetisch gejubelt hatten, wurde es noch einmal kurz still in der Halle.

Die Schiedsrichter überprüften die finalen Szenen am Videomonitor, um zu klären, ob der Block der Färinger regelkonform gewesen war. Nach Ansicht der Bilder entschieden sie, dass alles korrekt war und damit die Entscheidung bestehen bleibt.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatten die Eidgenossen den Start in den zweiten Durchgang komplett verschlafen und gerieten zwischenzeitlich mit sechs Toren in Rückstand. Halbzeitübergreifend gelang in zwölf Minuten lediglich ein eigener Treffer.

Schweiz kämpft sich nach großem Rückstand zurück

Dann aber zeigte die Schweiz große Moral. Auch dank mehrerer Paraden von Torhüter Nikola Portner startete das Team einen 8:0-Lauf, während den Färingern nun nichts mehr gelang und sie über elf Minuten ohne einen Treffer blieben.

Es folgte das dramatische Ende und eine gerechte Punkteteilung.

„Es war ein Stresstest für meine Mannschaft“, erklärte Nati-Trainer Andy Schmid im SRF: „Wir machen unnötige Sachen, zeigen dann Comeback-Qualitäten – das ist Sport. Am Ende ist der Punkt okay."

Färöer bejubeln zweiten EM-Punkt

Für die Färöer war es nach dem Last-Minute-Unentschieden gegen Norwegen bei der EM 2024 der zweite Punktgewinn in der Geschichte des Turniers.

Elias Ellefsen á Skipagötu, dessen Einsatz wegen einer Schulterblessur bis kurz vor dem Turnierstart auf der Kippe gestanden hatte, war mit neun Toren bester Werfer der Partie und wurde als Spieler des Spiels ausgezeichnet.

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