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Handball-EM: So kommt Deutschland ins Halbfinale - was würde bei zwei Niederlagen passieren?

So kommt Deutschland ins EM-Halbfinale

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kämpft bei der EM 2026 um den Einzug ins Halbfinale. Selbst bei zwei Niederlagen könnte der Sprung unter die letzten Vier klappen.
Andreas Wolff ist beim Sieg der deutschen Handballnationalmannschaft der überragende Mann. Mit seinen 22 Paraden sorgt der Schlussmann für den wichtigen Sieg gegen Norwegen.
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft kämpft bei der EM 2026 um den Einzug ins Halbfinale. Selbst bei zwei Niederlagen könnte der Sprung unter die letzten Vier klappen.

Nach dem wichtigen Sieg gegen Norwegen (30:28) hat Deutschland bei der Handball-EM 2026 eine hervorragende Ausgangsposition, um das Halbfinale zu erreichen. Durch den Erfolg gegen die Skandinavier erarbeitete sich das Team von Bundestrainer Alfred Gislason zwei Matchbälle fürs Weiterkommen.

Mit sechs Punkten in der Hauptrundengruppe und der Tabellenführung vor Frankreich und Dänemark stehen die Chancen gut. Doch bevor es um die Medaillen geht, warten zwei Duelle mit absoluten Weltklasse-Teams auf die DHB-Auswahl. SPORT1 zeigt die möglichen Szenarien auf.

Handball-EM: Ein Sieg reicht Deutschland

Deutschland startete stark in die Hauptrunde. Die Niederlage gegen Serbien aus der Vorrunde wurde gestrichen, weshalb die Mannschaft derzeit bei 6:0 Punkten steht und Spitzenreiter ist - mit dem Vorteil, dass ein weiterer Sieg gegen einen der Topfavoriten der Gruppe das Halbfinalticket bedeutet.

Platz eins oder zwei wäre Deutschland nicht mehr zu nehmen. Mit einem Sieg und einem Remis wäre gar der Gruppensieg garantiert. Gleiches gilt bei zwei Unentschieden. Dann hätte Deutschland zwei, die ärgsten Rivalen jedoch mindestens drei Verlustpunkte auf dem Konto.

Randnotiz: Bisher haben 8 Punkte aus fünf Spielen bei einer EM immer gereicht, um unter die besten Vier zu kommen.

Gelingt in den beiden verbliebenen Hauptrundenspielen jedoch nur ein Remis, hätte das DHB-Team das Weiterkommen nicht mehr komplett in der eigenen Hand. Dann müsste der Gegner, mit dem sich Deutschland die Punkte teilt, sein anderes Spiel verlieren.

Deutschland: Was passiert bei zwei Niederlagen?

Sollte Deutschland beide Spiele verlieren, schwinden die Chancen gewaltig. Dann stünde die DHB-Auswahl bei 6:4 Punkten und müsste auf einen Dreiervergleich hoffen.

Ein kompliziertes Szenario, für das sich mehrere Dinge ereignen müssten:

  • Die Niederlage gegen Dänemark fällt nicht höher als mit einem Tor Unterschied aus
  • Dänemark verliert sein abschließendes Duell mit Norwegen
  • Frankreich verliert nicht gegen Spanien, spielt also mindestens Remis
  • Portugal gewinnt gegen Norwegen und Spanien

Diese Ereignisse hätten zur Folge, dass sich Frankreich den Gruppensieg mit (mindestens) sieben Punkten sichert. Zwischen Deutschland, Dänemark und Portugal bestünde dann Punktgleichheit (alle sechs Zähler), es käme zum angesprochenen Dreiervergleich.

Hier wiederum stünden alle drei Teams bei 2:2 Punkten, da nur die direkten Duelle mit einbezogen werden. Das DHB-Team hätte aber mit +1 die beste Tordifferenz und damit Platz zwei sicher.

So funktioniert der Modus in der EM-Hauptrunde

Die Ergebnisse von insgesamt fünf Spielen (vier Hauptrundenspiele, ein Vorrundenspiel) sind letztlich entscheidend, in erster Linie zählen die Pluspunkte.

Bei Punktgleichheit entscheidet generell zunächst der direkte Vergleich, dann wird die Tordifferenz und schließlich die Anzahl der erzielten Tore aus allen Gruppenspielen herangezogen. Danach bleibt nur noch die Fairplay-Wertung. Herrscht überall Gleichheit, wird gelost.

Handball-EM: Die Highlights der deutschen Spiele, der Halbfinals und des Finales auf SPORT1.de und in der SPORT1 App