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Handball-EM: Wolff-Aussagen bleiben in Österreich nicht unbemerkt

Wolff-Aussagen schlagen Wellen

Andreas Wolff übt kurz vor der Handball-EM scharfe Kritik an der Spielweise von Deutschlands Auftaktgegner. In Österreich sorgen diese Worte für reichlich Aufsehen.
Nationaltorhüter Andreas Wolff übt in einer Medienrunde heftige Kritik an der Taktik der österreichischen Handball-Nationalmannschaft.
Andreas Wolff übt kurz vor der Handball-EM scharfe Kritik an der Spielweise von Deutschlands Auftaktgegner. In Österreich sorgen diese Worte für reichlich Aufsehen.

„Österreich spielt absoluten Anti-Handball, das möchte auch eigentlich keiner sehen, das ist sehr unattraktiv“ – diese kritischen Aussagen von Deutschlands Star-Torwart Andreas Wolff kurz vor Beginn der Handball-EM haben natürlich auch in Österreich für Aufsehen gesorgt.

„Deutscher Tormann poltert vor Handball-Cordoba“ titelte zum Beispiel Heute.at und erinnerte damit an die berühmte Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Österreich bei der WM 1978, die als Schmach von Cordoba in die Geschichtsbücher einging.

Auch der Kurier schreibt, dass die Deutschen schon vor EM-Start über Österreich schimpfen würden und Wolff zwar ein Weltklasse-Torhüter im Handball sei, aber „seit kurzem alles nur kein Sympathieträger aus österreichischer Sicht“.

Vor Handball-EM: Wolff übt scharfe Kritik an Österreich

Ausgangspunkt für Wolffs Kritik war dabei eine Frage zur häufigen 7-gegen-6-Variante der Österreicher. Laut Heute.at eine falsche Annahme, da sich Österreich in der EM-Vorbereitung bewusst vom Angriff ohne Torhüter verabschiedet habe.

Für Wolff war dies der Startschuss zu seiner scharfen Kritik, die aber deutlich mehr beinhaltete als die Variante ohne Torhüter: „Die Österreicher verteidigen mit sehr viel Leidenschaft und Härte und haben ein bisschen den Bonus, dass sie als Außenseiter gesehen werden und ihnen das ein oder andere Foul durchgehen gelassen wird.“

Wolff spielt seit 2024 wieder in der Bundesliga für den THW Kiel und ist beim Traditionsklub Teamkollege des Österreichers Nikola Bilyk. Wolff bezeichnete den Rückraumspieler als absolutes „Alpha-Tier“ und „Anführer“ im ÖHB-Team, der gemeinsam mit dem Teamkollegen Lukas Hutecek „das Angriffsspiel in all seiner Hässlichkeit leiten“ und dafür sorgen würde, dass der EM-Auftakt „kein Leckerbissen“ werden wird.

Österreich hatte den Deutschen im Januar 2024 bei der Europameisterschaft in einem kampfbetonten Spiel ein 22:22 abgetrotzt. Zwischenzeitlich hatte Österreich sogar mit 21:16 geführt - nach Wolffs Aussagen dürfte garantiert sein, dass auch dieses Duell körperlich sehr zur Sache gehen wird.

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