Dänemarks Simon Hald hat das Finale gegen Deutschland bei der Handball-EM aus dramatischen Gründen verpasst. Der Kreisläufer des neuen Europameisters war nach der Halbfinalpartie gegen Island im Krankenhaus gelandet.
Handball-EM: Dramatische Momente um Dänemark-Star
Dramatische Momente um Handball-Star
In der 22. Minute des EM-Habfinals bekam der Abwehrspezialist bei einem Zweikampf mit Ellidi Vidarsson einen Arm an den Kopf. Zunächst spielte der 31-Jährige weiter, wurde nach der Pause jedoch ersetzt und verschwand wenig später in der Kabine. Als die Physiotherapeutin ihm beim Stand von 20:19 folgte, war klar: Es handelte sich sehr wahrscheinlich nicht nur um eine kleinere Blessur.
Hald: „Mein Herz raste“
Bei TV2 schilderte Hald später dramatische Momente: „Ich fiel zu Boden und mir stockte der Atem. Es war, als würde ich nie wieder atmen können, und mein Herz raste.“ Trotz der Beschwerden habe er zunächst weitergespielt. „In der Pause merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Wenn ich aufgestanden wäre, wäre ich ohnmächtig geworden.“
Die Ärzte diagnostizierten Herzrhythmus-Störungen. „Mein Ruhepuls war extrem hoch und ich konnte kaum zur Ruhe kommen. Es war nicht sehr angenehm, aber mir wurde gesagt, es sei nicht so gefährlich. Das hat mich beruhigt“, erklärte der ehemalige Flensburger.
Medikamente verhindern Finaleinsatz
Am Sonntag wurde Hald aus dem Krankenhaus entlassen und fühlte sich eigentlich bereit für einen Einsatz im EM-Finale. Doch aufgrund blutverdünnender Medikamente durfte der Kreisläufer nicht spielen.
Für Dänemark bedeutete sein Ausfall eine weitere Schwächung. Nichtsdestotrotz gewannen die Dänen das Finale gegen Deutschland mit 34:27.