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Handball: Wechsel-Paukenschlag um Nationalspieler ist perfekt

Wechsel-Hammer im Handball perfekt

Der in Melsungen als Kapitän abgesetzte Europameister Kai Häfner wechselt den Arbeitgeber - und schließt sich einem Konkurrenten an.
Wechselt Kai Häfner nach Stuttgart?
Wechselt Kai Häfner nach Stuttgart?
© Imago
Der in Melsungen als Kapitän abgesetzte Europameister Kai Häfner wechselt den Arbeitgeber - und schließt sich einem Konkurrenten an.

Gerüchte gab es schon länger - nun ist es perfekt!

Der bei der MT Melsungen als Kapitän abgesetzte Kai Häfner verlässt den Klub und wechselt innerhalb der Bundesliga von der MT Melsungen zum TVB Stuttgart.

Der Linkshänder stand bereits in der Saison 2006/2007 für den TVB auf der Platte und unterschrieb nun einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2025. Von dem sich „mit Hochdruck“ anbahnenden Deal hatte zuvor schon die Sport Bild berichtet.

„Ich freue mich sehr, hier zu sein“, wird Häfner in der Mitteilung seines künftigen Vereins zitiert. Er werde „alles dafür geben, dass wir die Ziele gemeinsam als Team erreichen werden“.

Der Wechsel ergibt auch aus persönlicher Sicht Sinn: Den 34 Jahre alten, in Schwäbisch Gmünd geborenen Häfner zieht es zurück in die schwäbische Heimat, in Stuttgart trifft der Routinier auf seinen sieben Jahre jüngeren Bruder Max.

Häfner muss Kapitäns-Binde an Kastening abgegeben

Zwar stand Häfner noch bis 2024 bei den Nordhessen unter Vertrag und soll sogar eine Option auf eine weitere Spielzeit gehabt haben, doch nicht nur die Beförderung von DHB-Kollege Timo Kastening zum neuen Spielführer war eine Botschaft, dass Häfner in Melsungen nicht mehr gebraucht wird.

Durch Neuzugang Dainis Kristopans (kam von Paris Saint-Germain) und Ivan Martinovic ist Häfners Position im halbrechten Rückraum in Melsungen auch ohne ihn stark besetzt. Ein Verbleib in Melsungen hätte unter den Umständen auch seine Nominierung für die Heim-Europameisterschaft im Januar gefährdet.

Für die ambitionierten Melsunger, wo in diesem Jahr der langjährige Linksaußen Michael Allendorf als Sportdirektor zum starken Mann anstelle von Axel Geerken aufgestiegen ist, wäre Häfners Abgang der nächste größere Umbruch.