Der Schweizer Nationaltorhüter Nikola Portner (32) wird den Handball-Bundesligisten SC Magdeburg zum Ende der laufenden Saison nach vier gemeinsamen Jahren verlassen.
"Auf eigenen Wunsch": Torwart Portner verlässt Magdeburg
Portner verlässt Magdeburg
Die Trennung im Sommer erfolge auf Wunsch des Spielers, das teilte der Klub am Mittwoch mit. Portner war im Sommer 2022 vom französischen Klub Chambery Savoie HB nach Magdeburg gewechselt und hatte unter anderem Anteil am Gewinn der Champions League 2023 und 2025.
Magdeburg sucht Nachfolger für Portner
„Unsere Absicht war es, den Vertrag mit Nikola bis zum Laufzeitende 2027 zu erfüllen“, sagte Magdeburgs Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt: „Niko hat sich allerdings anders entschieden. Diese Entscheidung haben wir zur Kenntnis genommen und sind dementsprechend für die Saison 2026/27 auf dem Torhütermarkt aktiv.“
Portner selbst sprach von „prägenden Jahren“ in Magdeburg: „Dennoch ist nun leider der Zeitpunkt gekommen, Abschied zu nehmen – eine Entscheidung, die mir alles andere als leichtgefallen ist.“
Portner bei der Handball-EM für die Schweiz im Einsatz
Das Transferziel Portners war zunächst nicht bekannt. Bei der am Donnerstag beginnenden EM in Dänemark, Schweden und Norwegen steht er im Schweizer Kader.
Für Aufsehen rund um Portner hatte in den vergangenen Jahren ein langwieriges Verfahren wegen eines Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen gesorgt.
Letztlich einigten sich die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA), die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA), die Handball-Bundesliga (HBL) und Portner im August 2025 auf eine rückwirkende Sperre für 21 Monate.
Damit war Portner von August bis Dezember 2025 gesperrt, die Parteien erklärten übereinstimmend, dass es keine Hinweise auf ein vorsätzliches Verhalten Portners gegeben habe. Er war am 10. März 2024 bei einer Wettkampfkontrolle positiv auf Methamphetamin getestet worden.