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FC Chelsea: Heftige Folgen für Chelsea nach Sanktionen gegen Abramowitsch!

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FC Chelsea: Heftige Folgen für Chelsea nach Sanktionen gegen Abramowitsch!

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Abramowitsch wird sanktioniert

Abramowitsch wird sanktioniert

Roman Abramowitsch wird wegen des russischen Einmarschs in die Ukraine mit Sanktionen belegt. Das hat heftige Folgen für den FC Chelsea.
Beim 4:0-Auswärtssieg gegen Burnley sorgten Chelsea-Fans für Unmut bei Thomas Tuchel, als sie während einer Gedenkminute für die Ukraine den Namen von Klub-Besitzer Roman Abramowitsch skandierten.
. SPORT1
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von SPORT1

Äußerst schlechte Nachrichten für Roman Abramowitsch und den FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel!

Der russische Besitzer der Blues, der den Klub verkaufen wollte, wurde von der britischen Regierung als Teil ihrer Reaktion auf den Einmarsch Russlands in der Ukraine mit Sanktionen belegt.

Abramowitsch ist einer von sieben Oligarchen, gegen die neue Sanktionen verhängt wurden, darunter das Einfrieren von Vermögenswerten und Reiseverbote.

Die Londoner dürfen ab sofort nur noch dank einer speziellen Lizenz in der englischen Premier League spielen. Zudem war der von Klubboss Abramowitsch angedachte Verkauf des Vereins zunächst ausgesetzt worden, aber laut The Telegraph soll er nun grünes Licht bekommen und die amerikanische Bank Raine mit Verkauf beauftragt haben.

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Wie zudem Times-Reporter Martyn Ziegler berichtet, könne Chelsea „keine Eintrittskarten mehr verkaufen - in absehbarer Zukunft können nur noch Dauerkarteninhaber die Spiele besuchen.“ Auch Fanartikel dürften nicht verkauft werden - und keine Spielertransfers oder neue Verträge abgewickelt werden.

Die Londoner wollen sich jedoch um eine „Änderung der Lizenz“ bemühen, „damit der Klub so normal wie möglich weiterarbeiten kann“. Darüber soll in einem Gespräch mit der Regierung verhandelt werden.

FC Chelsea: Rüdiger kann ablösefrei gehen

Sollte dies scheitern, würde das bedeuten, dass unter anderem der deutsche Nationalspieler Antonio Rüdiger, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, in jedem Fall den Klub nach der Saison ablösefrei verlassen würde. Das gilt auch für Andreas Christensen, der ohnehin vor einem Wechsel zum FC Barcelona steht. (News: Juve verstärkt Buhlen um Rüdiger)

Die ausgestellte Lizenz erlaube es Chelsea, „weiterhin Fußballspiele auszutragen und anderen Aktivitäten in Zusammenhang mit Fußball nachzugehen, um die Premier League, die Fußball-Pyramide, loyale Fans und andere Klubs zu schützen“, teilte die Regierung mit (Premier League: Norwich City - FC Chelsea, ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).

Für den Kauf des Klubs hatten sich zuletzt mehrere Kandidaten in Stellung gebracht, doch nun werden die Gespräche vermutlich erst einmal ruhen. Minister haben offenbar dem Verein mitgeteilt, dass er „nicht unnötig geschädigt“ werde. Die Sanktionen lassen aber Zweifel über die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Chelseas zu.

Bei Chelsea stehen der deutsche Teammanager Tuchel sowie die Nationalspieler Timo Werner, Kai Havertz und eben Rüdiger unter Vertrag.

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Abramowitsch hatte eine Woche zuvor nach 19 Jahren den Verkauf des Champions-League-Siegers angekündigt. Mit dem Erlös werde er die Opfer des russischen Kriegs in der Ukraine unterstützen. Nach dem Überfall Russlands auf das Nachbarland Ukraine war auch Klubbesitzer Abramowitsch in den Blickpunkt geraten.

Umgang mit Abramowitsch schon mehrfach ein Politikum

Der 55-Jährige war in den neunziger Jahren durch Ölgeschäfte vermögend geworden, unter anderem besaß er die Firma Sibneft, die 2005 vom Staatskonzern Gazprom gekauft wurde. Abramowitsch galt auch als Vertrauter von Wladimir Putin und Wegbereiter seines Aufstiegs an die Macht im Jahr 2000, er diente ihm zeitweise auch politisch als Gouverneur der dünn besiedelten Provinz Tschukotka im Nordosten des Landes.

Der politische Umgang mit Abramowitsch war in der Vergangenheit immer wieder Thema, im Jahr 2018 verlor Abramowitsch sein englisches Visum, als die damalige Regierung schärfere Kontrollen zu den Hintergründen von Oligarchen-Vermögen einführte. Hintergrund waren damals die diplomatischen Verwerfungen um den Giftanschlag auf den Doppelagenten Sergej Skripal auf britischem Boden.

Im selben Jahr nahm der jüdischstämmige Abramowitsch die israelische Staatsbürgerschaft an, seit vergangenem Jahr ist er wegen einer dort geltenden Sonderregelung auch Staatsbürger Portugals.