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Ralf Rangnick: ÖFB ungläubig über Deal mit Manchester-United-Coach

Will Rangnick dem DFB eins auswischen?

Ralf Rangnick übernimmt noch im Mai die österreichische Nationalmannschaft. Dass der Deal geklappt hat, verwundert beim ÖFB unter anderem auch den Präsidenten Gerhard Milletich.
Die Nachricht, dass Ralf Rangnick Nationaltrainer Österreichs wird, sorgte vergangene Woche für helle Aufregung, wird in Österreich aber auch teilweise kritisch gesehen.
Ralf Rangnick übernimmt noch im Mai die österreichische Nationalmannschaft. Dass der Deal geklappt hat, verwundert beim ÖFB unter anderem auch den Präsidenten Gerhard Milletich.

Ralf Rangnick will es noch mal wissen! („Knalleffekt“: Presse staunt über Rangnick-Coup)

Nach seinem Engagement bei Manchester United, das noch bis zum Ende dieser Saison hält, wird der 63-Jährige als Nationalcoach bei der österreichischen Nationalmannschaft übernehmen. (Alle News und Hintergründe zur Premier League)

Dass der Deal geklappt hat, überraschte derweil nicht nur die Allgemeinheit, sondern auch den österreichischen Verband selbst - und hat auch mit dem DFB zu tun!

„Ihr könnt mir eins glauben, es liegt nicht am Geld, da können wir nicht mithalten“, erklärte Gerhard Milletich, Präsident des ÖFB, bei einer Pressekonferenz am Montag in Salzburg. Vielmehr habe es auch damit zu tun, dass Rangnick zwar öfter als potenzieller Nationaltrainer Deutschlands gehandelt wurde, den Job aber nie bekam.

„Es liegt daran, dass Ralf Rangnick die Herausforderung hat, nachdem er als Teamchef in Deutschland nicht engagiert wurde, zu zeigen, mit welchen Fähigkeiten er ausgestattet ist. Er ist davon überzeugt, dass er sich qualifizieren wird und will die Euro in Deutschland aufmischen.“

ÖFB „ungläubig“ über Rangnick-Gespräche

Alle seien etwas „ungläubig“ gewesen, „aber dann hat es zu intensiven Gesprächen geführt“. Rangnick bringe „sportliche Ziele“ mit und werde beim Verband „einiges verändern“. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Premier League)

Bei der Suche nach einem Nachfolger für Franco Foda habe sich der ÖFB natürlich auch nach österreichischen Trainern umgesehen, „die international unterwegs sind. Ob Glasner (Oliver Glasner; Anm. d. Red.), Hütter (Adi Hütter; Anm. d. Red.) oder Hasenhüttl (Ralph Hasenhüttl; Anm. d. Red.) - aber die sind alle unter Vertrag.“

So sei es „fast unmöglich, einen Trainer zu engagieren, der in England einen Vertrag hat. Mit unseren Almosen, die wir in der Lage sind zu zahlen, können wir da nicht mithalten“.