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Beste WM? DFB-Präsident Neuendorf ist "skeptisch" bei Katar

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Beste WM? DFB-Präsident Neuendorf ist "skeptisch" bei Katar

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Beste WM? DFB-Boss kontert Infantino

Beste WM? DFB-Boss kontert Infantino

DFB-Präsident Bernd Neuendorf ist „skeptisch“ bezüglich der FIFA-Parole von der „großartigsten Fußball-WM aller Zeiten“ in Katar.
FIFA-Präsident Gianni Infantino ist erneut überzeugt, dass die WM in Katar die "beste" aller Zeiten sein wird. Der Italiener gratulierte in einer Botschaft alle qualifizierten Nationen.
SID
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von SID

DFB-Präsident Bernd Neuendorf ist „skeptisch“ bezüglich der FIFA-Parole von der „großartigsten Fußball-WM aller Zeiten“ in Katar.

Stattdessen könne man schon heute „mit Sicherheit sagen, dass es eine der umstrittensten Weltmeisterschaften ist, die bisher stattgefunden haben“, meinte Neuendorf im kicker. Dies würde er FIFA-Präsident Gianni Infantino auch im persönlichen Gespräch sagen.

Er habe zuletzt bereits "klare, konkrete Forderungen gestellt, speziell im Hinblick auf die Arbeitsmigranten in Katar", betonte der 60-Jährige. Ebenso stehe er hinter dem Anliegen, ein Unterstützungsprogramm für Hinterbliebene von Arbeitern einzurichten, die bei Projekten für das Turnier (21. November bis 18. Dezember) ums Leben kamen.

Neuendorf: Viele Reformen nur unzureichend umgesetzt

Neuendorf plant vor der WM eine Reise mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nach Doha. „Wir können und müssen uns als DFB positionieren, aber die politische Unterstützung vor Ort ist immens wichtig“, sagte er: „Deshalb bin ich froh, dass Nancy Faeser den Vorschlag gemacht hat, gemeinsam nach Katar zu reisen.“

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Zusammen mit anderen europäischen Verbänden werde über weitere Wege der Einflussnahme diskutiert, berichtete Neuendorf. Zu diesem Zweck weilte DFB-Generalsekretärin Heike Ullrich zuletzt mit einer UEFA-Arbeitsgruppe in Katar.

„Der Besuch zeigte, dass sich einiges bei den Arbeitsbedingungen verbessert hat. Aber viele Gesetzesänderungen werden nur unzureichend umgesetzt“, sagte Neuendorf: „Und bei Frauenrechten, Pressefreiheit oder der LGBTIQ+-Thematik zeigten sich weiter deutliche Differenzen.“