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Ajax in der Krise! Ist Mislintat schuld?

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Ajax in der Krise! Ist Mislintat schuld?

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Ajax schlittert in historische Krise

Ajax Amsterdam steckt in einer handfesten Krise und erlebt den schlechtesten Saisonstart seit knapp 60 Jahren. Trainer Maurice Steijn kritisiert die mangelnde Bereitschaft der Mannschaft, auch Sven Mislintat muss sich Vorwürfe gefallen lassen.
Edwin van der Sar hört vorzeitig als Geschäftsführer in Amsterdam auf. Er blickt auf eine wunderbare, aber auch harte Zeit zurück.
SPORT1
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von SPORT1

Ajax Amsterdam hat den Saisonstart vergeigt und steckt schon jetzt in einer veritablen Krise. Mittendrin: Ajax‘ Technischer Direktor Sven Mislintat, der sich seinen Job beim niederländischen Rekordmeister sicherlich auch etwas anders vorgestellt hat.

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Nach vier Spielen steht Ajax auf Platz zwölf in der Eredivisie, hat schon sieben Punkte Rückstand auf das Tabellenführer-Trio aus Alkmaar, Eindhoven und Enschede.

Trainer Maurice Steijn ärgerte sich nach der 1:3-Niederlage gegen den FC Twente am Sonntag vor allem über den mangelnden Einsatz und die fehlende Bereitschaft seiner Truppe.

„Das ist das Frustrierendste für mich“, betonte er bei ESPN. „Dass jeder noch nicht genau weiß, wie er spielt, das ist möglich. Aber ich kann nicht damit leben, dass wir alle Zweikämpfe verlieren. Das finde ich sehr schlecht.“

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„Mislintat bezahlt das Doppelte“

So erlebt Ajax den schlechtesten Saisonstart seit 1965.

„Es ist schon eine Krise, aber dann denkt man: Wo soll das noch hinführen? Als Ajax-Fan hat man eine Sch***angst“, kommentierte Oranje-Legende Ronald de Boer bei Ziggo Sport, der sich „schockiert“ zeigte: „Die erste Halbzeit war unverschämt schlecht.“ Und Pierre van Hooijdonk, ebenfalls Ex-Nationalspieler, meinte bei Studio Voetbal: „Als Ajax-Spieler muss es im Moment wirklich furchtbar sein.“

Doch die Probleme liegen nicht nur auf dem Platz. Mislintat und Trainer Maurice Steijn wird ein schwieriges Verhältnis nachgesagt, vor allem weil Mislintat seine Transfer-Entscheidungen angeblich im Alleingang treffen soll.

„Wir wissen, dass Mislintat völlig eigenständig gehandelt hat“, berichtete der niederländische Journalist Arno Vermeulen bei Studio Voetbal, der nach dem Abgang von Geschäftsführer und Torwartlegende Edwin van der Sar ein Machtvakuum vermutet. „Mislintat springt in dieses Vakuum und hat niemanden, mit dem er über Fußball sprechen kann. Dann geht er auf Solotour und holt verschiedene Spieler.“

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Es ist jedoch nicht nur die Arbeitsweise, an der Vermeulen Kritik übt, sondern auch die Einkaufspolitik des 50-Jährigen: „Er holt Spieler im Wert von hundert Millionen Euro. Manchmal aus der zweiten Liga, manchmal aus einer Jugendmannschaft, bei denen wir alle denken: ‚Das ist sehr merkwürdig‘.“

Mislintat wird falsche Einkaufspolitik vorgeworfen

„Er holt einen Linksverteidiger nach dem anderen, aber er kauft keinen Spieler, der auf der rechten Seite im Angriff spielen kann“, bemängelt der niederländische Fußball-Kommentator. „Wenn man sich die Ablösesummen ansieht, hat man das Gefühl, dass Mislintat jedes Mal das Doppelte von dem bezahlt, was er hätte zahlen sollen.“

Deswegen zweifelt Vermeulen auch öffentlich an der Zukunft von Mislintat bei Ajax: „Angenommen, Mislintat ist in ein paar Monaten weg, was ich nicht ausschließe. Dann sitzt man auf vielen Spielern, die noch einen Fünf-Jahres-Vertrag haben, die man loswerden möchte. Das kann eine unglaubliche Summe kosten.“

Nach der bitteren Niederlage gegen Twente Enschede steht für Ajax eine Woche der Wahrheit an.

In der Europa League trifft der Champions-League-Halbfinalist von 2019 am Donnerstag auf Marseille, ehe am Wochenende der nächste Härtetest gegen den aktuellen Meister Feyenoord Rotterdam ansteht. Schafft es die Truppe von Steijn und Mislintat, das Blatt zu wenden, oder rutscht der Klub noch tiefer in die Krise?