Es ist und bleibt eine Witzveranstaltung!

Es ist und bleibt eine Witzveranstaltung!
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Es ist und bleibt eine Witzveranstaltung!

Alles wie immer bei der Ballon-d‘Or-Gala - und das ist nicht gut! SPORT1-Chefreporter Kerry Hau kritisiert, dass bei der Vergabe von Preisen sportliche Leistung häufig nur im Hintergrund steht.

Ein paar neue Gesichter auf dem Podium, ein paar Influencer mehr auf dem Roten Teppich – doch im Grunde war bei der Ballon-d‘Or-Gala am Montagabend alles wie immer. Prestige, Image und Strahlkraft standen einmal mehr über sportlicher Leistung!

Keine Frage: Lionel Messi führte Argentinien mit teils überragenden Auftritten zum Gewinn der WM in Katar. Aber er wurde in Paris für sein Lebenswerk gekürt, nicht für seine Performance in der gesamten vergangenen Saison.

Denn in der waren andere besser, andere konstanter, andere wichtiger. Kylian Mbappé, der Messi bei PSG in den Schatten stellte und eine individuell noch stärkere WM und vor allem ein noch stärkeres Finale spielte.

Oder Erling Haaland, der in seiner ersten Saison bei Manchester City mal eben die Premier League in Grund und Boden schoss und damit einen erheblichen Anteil am Triple-Gewinn der Engländer hatte.

Bayern fehlt die Strahlkraft

Wann wird diese Wahl endlich gerecht?

Karim Benzemas verdienter Triumph im vergangenen Jahr machte ein wenig Hoffnung. Wahrscheinlich hätte Benzema damals aber auch das Nachsehen gehabt, wenn sein Arbeitgeber zu jenem Zeitpunkt nicht Real Madrid gewesen wäre. Real und auch der FC Barcelona sind eben PR-Maschinen, mit denen andere Klubs nicht mithalten können. Der FC Bayern schon mal gar nicht. Das weiß nach Franck Ribéry, Robert Lewandowski und Hansi Flick, denen allesamt große Preise verwehrt wurden, jetzt auch Jamal Musiala.

DEINE MEINUNG

Dass Jude Bellingham ein wahnsinnig guter Fußballer ist und einen galaktischen Start bei Real hingelegt hat, steht nicht zur Debatte. Doch dass der Ex-BVB-Star die Kopa-Trophäe für den besten U21-Spieler verliehen bekam, so besagen es die Statuten, sollte sich eigentlich nur nach den Leistungen der zurückliegenden Spielzeit richten.

Und in der war Musiala mit 32 Scorerpunkten für den FCB inklusive seines Tores zur deutschen Meisterschaft eben ein Stückchen besser als Bellingham.

Schade, dass Prestige, Image und Strahlkraft vor sportlicher Leistung stehen. So ist und bleibt die Ballon-d‘Or-Gala eine Witzveranstaltung.