Rudi Völler hat sich hinter DFB-Stürmer Nick Woltemade gestellt und die Pfiffe gegen ihn bei seiner Auswechslung gegen Nordirland verurteilt.
Pfiffe für Woltemade: Völler teilt aus!
Wegen Woltemade: Völler kritisiert Fans
„Was ich schlecht fand, so ein Spieler wie Nick Woltemade, der dann bei der Auswechslung ausgepfiffen wird, das finde ich nicht richtig. Jeder, der ins Stadion kommt, kann das machen, aber das ist der falsche Weg. Dann ziehst du einen Spieler noch mehr runter, der nimmt das mit und das hat er auch nicht verdient“, stellte der DFB-Sportdirektor im Podcast „Spielmacher“ von 360Media klar.
Woltemade „belastet das Gesamtpaket“
Woltemade war beim Stand von 1:1 in der 61. Minute ausgewechselt worden. Völler sehe den 23-Jährigen derzeit in einer schwierigen Phase seiner noch jungen Karriere, sein Wechsel von Stuttgart zu Newcastle United für bis zu 90 Millionen Euro würde Woltemade zusätzlich belasten.
„Bei Nick Woltemade muss man ja auch sehen, das ist ja einfach das Gesamtpaket, was ihn natürlich, ich will nicht sagen runterzieht, was ihn belastet. Diese große Summe, für die er jetzt gewechselt ist, das ganze Theater um seinen Abgang beim VfB, ob er zu den Bayern geht, das spielt ja alles noch so ein bisschen rein“, führte Völler aus.
„Die Monate davor, ob in der U21, auch beim VfB Stuttgart in der Rückrunde, ist ihm alles so ein bisschen zugeflogen, alles hat funktioniert oder fast alles. Das ist aber auch nicht das Leben. Das richtige Fußballerleben, wie im richtigen Leben auch, ist halt nicht immer so. Da wird es auch Rückschläge geben, das wird er jetzt mitnehmen und es geht dann weiter.“
Völler glaubt an Woltemade-Erfolg in Newcastle
Am Samstag könnte Woltemade sein Debüt für Newcastle United feiern, Gegner in der Premier League werden dann die Wolverhampton Wanderers sein. Völler zeigte sich überzeugt, dass sich der deutsche Nationalstürmer im Norden Englands durchsetzen wird.
„Ich glaube schon, in Newcastle wird er viele Einsatzzeiten haben. Da gibt es keinen Grund, dass er jetzt nicht zu seinen Einsatzzeiten kommt. Vielleicht sogar ein Tick mehr als bei den Bayern.“