Luis Díaz hat sich mit dem designierten kolumbianischen Präsidenten Abelardo De la Espriella getroffen – das Meeting des Nationalspielers vom FC Bayern mit dem umstrittenen kommenden Staatsoberhaupt sorgte für viel Aufmerksamkeit.
Luis Díaz: Brisanter Auftritt von FC-Bayern-Star sorgt für Wirbel
Brisanter Díaz-Auftritt sorgt für Wirbel
„Heute habe ich die Türen meines Hauses geöffnet, um Lucho Díaz und seine wunderschöne Familie mit großer Freude zu empfangen“, schrieb der rechtsgerichtete und Trump-nahe De la Espriella in einem Beitrag in den Sozialen Medien.
„El tigre“ teilte dabei Videos von sich und Díaz. Zu sehen sind Umarmungen sowie das Zusammenkommen der Familien der beiden Männer: „Es war ein Treffen voller Zuneigung, Einfachheit und dieser Nähe, die jene auszeichnet, die ihre Wurzeln nicht vergessen und den Namen Kolumbiens an den höchsten Punkt der Welt tragen.“
Kritiker von Luis Díaz enttäuscht
Außerdem posierten Díaz und De la Espriella salutierend für die Kameras. Unter dem Beitrag des Präsidenten fanden sich schnell Hunderte Kommentare. Die Reaktionen gingen dabei weit auseinander.
Zahlreiche Kritiker De la Espriellas zeigten sich von dem Díaz-Auftritt enttäuscht. Zuletzt hatten sich bereits die Kolumbien-Stars Juan Guillermo Cuadrado und Yerry Mina mit dem Politiker gezeigt. Die Verschmelzung von Politik und Sport ist in Kolumbien seit vielen Monaten ein Thema, das vor allem während der heißesten Phase des Wahlkampfs rund um die Weltmeisterschaft für Schlagzeilen sorgte.
Immer wieder trat De la Espriella im gelben Trikot der Nationalmannschaft auf – und machte es damit gar zu einem Symbol im Wahlkampf. Seine Anhänger kamen scharenweise damit zu Kundgebungen, teilweise sogar mit einem aufgedruckten Tiger, dem Symbol der Kampagne.
Der linke Gegenkandidat Ivan Cepeda beschuldigte den Millionär und Anwalt daher, das Trikot zu „stehlen“ und für sich zu vereinnahmen – ähnlich wie es der frühere rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro mit dem Trikot seines eigenen Landes getan habe.
Auch Trump traf sich mit Bayern-Spieler
Ein Richter in Bogotá ordnete kurz vor dem Turnierbeginn inmitten des Streits die „sofortige und endgültige Einstellung“ der politischen Nutzung des Trikots an.
Letztlich gewann De la Espriella die Stichwahl mit rund einem Prozentpunkt Vorsprung, dem knappsten Ergebnis in der kolumbianischen Geschichte. Für das bislang linksgerichtete Kolumbien bedeutet das Ergebnis einen deutlichen Rechtsruck. Am 7. August soll die Amtseinführung des neuen Präsidenten vollzogen werden.
Prominententester Unterstützer im Wahlkampf war Donald Trump, der jüngst ebenfalls ein Treffen mit einem Spieler des FC Bayern abhielt. Wie die Díaz ist auch Harry Kane nach der WM noch im Urlaub und wird erst nach der Asien-Reise des Bundesligisten wieder zum Team stoßen.
mit Sport-Informations-Dienst