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Nach Alonso-Aus: Real blamiert sich bis auf die Knochen!

Irre Real-Blamage nach Alonso-Aus

Real Madrid muss im ersten Spiel nach dem Aus von Xabi Alonso eine ganz bittere Niederlage hinnehmen. In der Schlussphase überschlagen sich im Pokal die Ereignisse.
Nach dem verlorenen Finale der spanischen Supercopa gehen Xabi Alonso und Real Madrid getrennte Wege. Nach seiner Bekanntgabe äußert sich Nachfolger Álvaro Arbeloa zu seiner Beziehung zum ehemaligen Leverkusen-Trainer.
Real Madrid muss im ersten Spiel nach dem Aus von Xabi Alonso eine ganz bittere Niederlage hinnehmen. In der Schlussphase überschlagen sich im Pokal die Ereignisse.

Real Madrid hat sich im ersten Spiel nach der Freistellung von Xabi Alonso bis auf die Knochen blamiert. Die Königlichen schieden gegen Albacete Balompié - den Tabellen-Siebzehnten der zweiten Liga - im Achtelfinale der Copa del Rey aus.

Das Team des neuen Trainers Álvaro Arbeloa verabschiedete sich mit einem bizarren 2:3 aus dem Wettbewerb. Der Vorjahresfinalist tat sich dabei über die gesamten 90 Minuten schwer, kurz vor Spielende überschlugen sich die Ereignisse. „Ein Desaster zum Auftakt“, titelte die As. „Ein Madrid voller Schande“, schrieb die Marca.

Die Madrilenen gerieten nach einem Treffer von Javi Villar in der 42. Minute in Rückstand. Der Argentinier Franco Mastantuono brachte Real mit seinem Ausgelichstreffer wieder ins Spiel, ehe Jefte Betancor den Underdog wieder in Front schoss.

Garcia sieht nur kurz wie Reals Retter aus

In der Nachspielzeit sorgte Gonzalo Garcia dann für die vermeintliche Rettung Madrids, er traf in der 91. Minute nach einem Eckball per Kopf. Es roch nach Verlängerung.

Doch eine irre Pointe hatte das Spiel noch parat: Erneut war es der Spanier Jefte, der Real schockte. Diesmal mit einem traumhaften Schlenzer ins lange Eck, in der 94. Minute.

„Das ist das Größte, was im Fußball je passiert ist, heute ist es passiert”, sagte Matchwinner Jefte nach der Partie: „Ich freue mich sehr für meine Mannschaft, die wie die Verrückten gearbeitet hat. Ich bin sehr, sehr glücklich.“

Ganz andere Töne schlugen die Gäste aus der spanischen Hauptstadt an: „In diesem Verein ist ein Unentschieden schon schlimm genug, es ist eine Tragödie, stellen Sie sich eine Niederlage wie diese vor“, sagte Arbeloa. Er nahm die Schuld auf sich: „Wenn jemand dafür verantwortlich ist, dann bin ich es. Ich bin derjenige, der die Entscheidungen bezüglich der Aufstellung, der Spielweise und der Auswechslungen getroffen hat.“

Bellingham-Entscheidung sorgte für Überraschung

Die Königlichen hatten sich erst vor wenigen Tagen von Alonso getrennt, der ehemalige Bundesliga-Trainer musste nach dem verlorenen Endspiel in der Supercopa gegen den FC Barcelona gehen. Offiziell war von einer einvernehmlichen Trennung die Rede.

Sein Kumpel und Nachfolger Arbeloa sorgte schon vor seinem Debüt für eine Überraschung, als er Superstar Jude Bellingham nicht für das Spiel gegen Albacete nominierte. Er ließ auch mehrere andere arrivierte Kräfte zuhause und setzt in seiner Startelf unter anderem auf zwei Youngster.

Arbeloa erklärte später: „Ich bereue es nicht, ich würde es wieder genauso machen. Ich habe eine Mannschaft zusammengestellt, die Albacete und jedes andere Team schlagen kann.“

Der Plan ging nicht auf, dazu kam: Topstürmer Kylian Mbappé stand angeschlagen nicht zur Verfügung. Das Aus in der Copa del Rey stellt den nächsten empfindlichen Rückschlag für die stolzen Madrilenen dar. Die Aufgabe für Arbeloa ist unvermutet nochmal deutlich größer geworden.