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Nächster Thriller um früheren Bundesliga-Coach

Nächster Thriller um Matarazzo

Der frühere Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo jubelt nach einem starken Start in La Liga auch im spanischen Pokal. Mit seinem neuen Verein Real Sociedad San Sebastián setzt er sich im Elfmeterschießen durch.
Pellegrino Matarazzo spricht nach seinem Amtsantritt bei Real Sociedad über seinen Werdegang als Fußballtrainer. Als er alleine nach Deutschland zog, habe er noch kein Wort Deutsch gesprochen, erklärt der Ex-Hoffenheim-Trainer.
Der frühere Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo jubelt nach einem starken Start in La Liga auch im spanischen Pokal. Mit seinem neuen Verein Real Sociedad San Sebastián setzt er sich im Elfmeterschießen durch.

Schon wieder ein Thriller um Pellegrino Matarazzo! Der ehemalige Bundesligatrainer hat sich mit seinem neuen Verein Real Sociedad San Sebastián im Achtelfinale des spanischen Pokals mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten CA Osasuna durchgesetzt. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 gestanden.

Dabei gerieten die Basken früh mit 0:2 in Rückstand. Erst erzielte Moncayola die Führung Osasunas (4.), dann bugsierte Nationalspieler Mikel Oyarzabal den Ball ins eigene Netz (17.).

Real Sociedad San Sebastián rettet sich in die Verlängerung

Doch in der Schlussphase kämpften sich Matarazzos Männer zurück und retteten sich in die Verlängerung. Benat Turrientes besorgte den Anschluss (75.), Igor Zubeldia den späten Ausgleich (90.+2).

In der zusätzlichen halben Stunde hatte Oyarzabal bereits die Möglichkeit, das Spiel komplett zu drehen, verschoss aber einen Strafstoß kurz vor Ende der ersten Hälfte in der Verlängerung.

Besser machte es San Sebastián schließlich im Elfmeterschießen. Vier der fünf Versuche landeten im Netz, während zwei Akteure der Gäste die entscheidende Aufgabe nicht meistern konnten.

Copa del Rey: Kurzer Wirbel um Matarazzo-Entscheidung

Zuvor sorgte Matarazzo mit einem kuriosen Wechsel für Aufsehen. Der 48-Jährige entschied sich in der 89. Minute, Orri Óskarsson einzuwechseln, als Real Sociedad noch mit 1:2 zurücklag. Doch nachdem Zubeldia in der 92. Minute mit seinem Tor die Verlängerung erzwungen hatte, wechselte der Trainer den Isländer, der nur fünf Minuten auf dem Spielfeld gestanden hatte, prompt wieder aus.

Die spanische Zeitung Marca berichtete, Óskarsson sei mit dem schnellen Ende seines Arbeitstages überhaupt nicht zufrieden gewesen. So habe sich der 21 Jahre alte Stürmer nach seiner Auswechslung in der Umkleidekabine aufgehalten und sich weder die Verlängerung noch das Elfmeterschießen angesehen. Auch bei der anschließenden Feier der Mannschaft mit den Fans auf dem Spielfeld war er nicht dabei, hieß es. Wenig später klärte Matarazzo auf.

„Als wir Óskarsson einwechselten, hatten wir nur noch drei Spieler in der Abwehr. Das war sehr riskant, aber um gewinnen zu können, muss man im Laufe des Spiels mehr Risiko eingehen. Dann verletzte sich Orri. Er zog sich bei einem Sprint eine Muskelzerrung zu und musste vom Platz genommen werden. Wir haben ihn durch einen Innenverteidiger ersetzt und sind zum normalen Spielsystem zurückgekehrt“, sagte Matarazzo.

Matarazzo hatte bereits am vergangenen Wochenende seinen ersten Sieg mit seinem neuen Klub in einem wahren Krimi gefeiert, als er sich über ein 2:1 San Sebastiáns beim FC Getafe freuen durfte. Jon Aramburu erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit nach einer Ecke das Siegtor.