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Real nach Blamage am Boden: "Heute haben wir den Tiefpunkt erreicht"

Real nach Blamage am Boden

Real Madrid blamiert sich im spanischen Pokal. Trainer und Kapitän nehmen im Anschluss kein Blatt vor den Mund.
Horrorstart für Álvaro Arbeloa als Trainer von Real Madrid. Die Königlichen haben sich im spanischen Pokal bei Zweitligist Albacete Balompié blamiert.
Real Madrid blamiert sich im spanischen Pokal. Trainer und Kapitän nehmen im Anschluss kein Blatt vor den Mund.

Trainerwechsel während einer laufenden Saison haben im Fußball eine klare Aufgabe: Ein neuer Übungsleiter soll frischen Wind reinbringen, Aufbruchstimmung vermitteln und die Wende eines Negativtrends einleiten. Bei Real Madrid glückte dieses Vorhaben im ersten Spiel unter dem neuen Coach nicht. Im Gegenteil.

„Heute haben wir den Tiefpunkt erreicht. Uns hat ein Zweitligist aus dem Pokal geschossen. Glückwunsch an sie“, konstatierte Daniel Carvajal nach dem peinlichen Aus in der Copa del Rey vor den anwesenden Journalisten.

Mit 2:3 scheiterten die Königlichen im Achtelfinale gegen Albacete Balompié, den 17. der zweiten spanischen Liga. Nach dem Desaster trat lediglich Kapitän Carvajal vor die Presse und nahm dabei kein Blatt vor den Mund.

Carvajal kritisiert Mitspieler und sich selbst

„Wir befinden uns offensichtlich nicht in unserem besten Moment. Wir müssen jetzt alle hart arbeiten, alle viel mehr geben. Das ist die Realität. Und wir bitten unsere Fans um Verzeihung“, so der 34-Jährige: „Wir, und ich vorne weg, sind nicht auf der Höhe der Erwartungen dieses Klubs. Ich verspreche, dass wir in den nächsten Partien unser Leben geben werden.“

Und weiter: „Man muss sich auch stellen, wenn man verliert. Man sieht, dass wir alle, jeder Einzelne, die Hauptverantwortlichen sind. Und ich spreche für uns Spieler. Wenn wir nicht auf der Höhe sind, passieren diese Dinge. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“

Arbeloa nimmt Schuld auf sich

An Selbstkritik mangelte es nach überraschenden Aus auch bei Trainer Álvaro Arbeloa nicht. Der Nachfolger des gefeuerten Xabi Alonso nahm die Schuld vor der Presse gänzlich auf sich.

„Wenn es einen Schuldigen, einen Verantwortlichen für diese Niederlage gibt, dann bin ich das. Ich habe die Entscheidungen getroffen, was die Aufstellung, den Matchplan und die Wechsel betrifft. Ich kann den Spielern nur dafür danken, wie sie mich aufgenommen haben und für den Aufwand, den sie heute betrieben haben. Jetzt müssen wir uns sowohl mental als auch körperlich erholen und auf Samstag schauen.“

Und weiter: „Bei diesem Klub zählt schon ein Unentschieden als Tragödie, also könnt ihr euch vorstellen, wie es bei einer Niederlage wie dieser aussieht. Das tut weh, ich glaube, dass es auch allen unseren Fans so geht, vor allem, wenn es gegen ein Team aus einer niedrigeren Liga passiert.“

Real-Aufstellung mit Überraschungen

Bereits vor dem Spiel hatte Arbeloa für eine Überraschung gesorgt, als er Superstar Jude Bellingham nicht für das Spiel gegen Albacete nominierte. Er ließ auch mehrere andere arrivierte Kräfte zu Hause und setzt in seiner Startelf unter anderem auf zwei Youngster. Ein Plan, der nicht aufging.

Vor dem Liga-Heimspiel gegen Levante am kommenden Samstag (ab 14 Uhr im LIVETICKER) wartet auf den 42-Jährigen noch viel Arbeit.