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Aus für Alonso bei Real Madrid: Bitteres Ende eines Missverständnisses

Aus für Alonso bei Real!

Xabi Alonso ist nicht mehr länger Trainer von Real Madrid. Der Verein gibt ein offizielles Statement heraus und verkündet unmittelbar danach den Nachfolger.
Die Pressekonferenz von Xabi Alonso nach dem verlorenen Supercoppa-Finale gegen Barca hat sich als seine letzte erwiesen. Wie er über die weitere Saison redet, verdeutlicht: Das Aus muss ihn unvorbereitet getroffen haben.
Xabi Alonso ist nicht mehr länger Trainer von Real Madrid. Der Verein gibt ein offizielles Statement heraus und verkündet unmittelbar danach den Nachfolger.

Xabi Alonso und Real Madrid gehen getrennte Wege. Das gab der Verein am Montagabend offiziell bekannt - auch der neue Trainer steht schon fest!

„Real Madrid C. F. gibt bekannt, dass durch einvernehmliche Vereinbarung zwischen dem Verein und Xabi Alonso beschlossen wurde, seine Zeit als Trainer der ersten Mannschaft zu beenden“, heißt es in einer Stellungnahme des Vereins.

Für Alonso übernimmt Álvaro Arbeloa. Das verkündete der Verein acht Minuten später in einer separaten Mitteilung. Arbeloa war seit 2020 in der Jugendakademie der Königlichen tätig und trainierte zuvor die zweite Mannschaft. Wegen seiner erfolgreichen Arbeit und attraktiven Spielidee wurde er schon in der Ära Carlo Ancelotti als potenzieller Cheftrainer der Zukunft gehandelt.

Nun wurde der Welt- und Europameister und zweimalige Königsklassen-Gewinner mit Real tatsächlich befördert. Von einer Interimslösung ist nicht die Rede - es wirkt, als wäre er schon länger für den Job in Stellung gebracht worden.

Alonso kassiert Finalpleite gegen Barcelona

Am Sonntagabend hatte Alonso noch das irrwitzige Finale im spanischen Supercup gegen den großen Rivalen FC Barcelona mit 2:3 (2:2) verloren. Während der deutsche Trainer Hansi Flick auch sein achtes Endspiel als Coach gewann, ging Alonso mit Real leer aus. Am Montag zog der Verein dann die Reißleine.

Die Königlichen bedankten sich beim Spanier und seinem gesamten technischen Team für ihre Arbeit und Hingabe und wünschten ihnen viel Glück. Alonso hatte erst im Sommer 2025 als Trainer in Madrid angeheuert und die Nachfolge von Carlo Ancelotti angetreten. In Deutschland hatte Alonso mit Bayer Leverkusen 2023/2024 noch das Double gewonnen.

Nach etwas mehr als sechs Monaten ist die Zusammenarbeit schon wieder beendet: Nach 19 Spieltagen steht das Starensemble mit Kylian Mbappé, Vinícius und Jude Bellingham in der spanischen Liga mit vier Punkten Rückstand auf Platz 2 in der Tabelle, in der Champions League ist der Rekordsieger nach zwei Niederlagen in sechs Spielen Siebter.

Die Real-Führung hat sich offensichtlich mehr versprochen - obwohl der Punkteschnitt Alonsos fast identisch war mit der von Vorgänger Ancelotti in dessen letzter Amtszeit, in dieser zwei Champions-League-Titel gewonnen hatte (2,24 Alonso - 2,25 Ancelotti).

Für Aufsehen sorgten immer wieder aber auch wiederkehrende Berichte über atmosphärische Spannungen zwischen Alonso und der mit vielen Stars und Egos gespickten Spielerkabine, weswegen in spanischen Medien schon länger laut diskutiert wurde, wie viel Rückhalt Alonso noch hatte.

„Real Madrid wird immer seine Heimat sein“

„Xabi Alonso wird immer die Zuneigung und Bewunderung aller Madridismo genießen, weil er eine Legende von Real Madrid ist und stets die Werte unseres Vereins verkörpert hat. Real Madrid wird immer seine Heimat sein“, heißt es in dem Statement.

Bereits länger hatte es Gerüchte über eine nahende Entlassung Alonsos gegeben. „Projekte brauchen Zeit. Wir entwickeln uns weiter, was den Fußball, die Emotionen und den Teamgeist angeht“, hatte Alonso vor dem Supercup noch gesagt.

Das waren Alonsos letzte Worte als Real-Trainer

Trotz fünf Siegen in Serie hatten spanische Medien das Finale gegen Barcelona als persönliches Endspiel in der Wüste betitelt.

Alonso selbst wusste am Sonntagabend offenbar noch gar nicht, dass sein Aus bevorsteht. „Natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden, aber ich denke, wir können auch Positives mitnehmen“, sagte der Spanier nach der Finalpleite gegen Barcelona auf der Pressekonferenz.

„Die Saison ist noch lang, und wir müssen so schnell wie möglich die Wende schaffen“, sagte Alonso da noch. Bemerkenswert, dass keine 24 Stunden später darauf eine angeblich einvernehmliche Trennung folgt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)