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Unruhe bei Real Madrid! Stars ausgepfiffen - Fans fordern Pérez-Rücktritt

Heftiger Fan-Unmut bei Real Madrid

Die Stimmung bei Real Madrid droht komplett zu kippen. Im ersten Heimspiel nach dem Aus von Xabi Alonso und der Blamage im Pokal hagelt es Pfiffe.
Alvaro Arbeloa scheidet in seinem ersten Spiel als Trainer von Real Madrid direkt aus dem Pokal aus. Der Ex-Spieler der Königlichen weiß dabei um die Wichtigkeit der Fans.
Die Stimmung bei Real Madrid droht komplett zu kippen. Im ersten Heimspiel nach dem Aus von Xabi Alonso und der Blamage im Pokal hagelt es Pfiffe.

Fast wäre der Anpfiff im Bernabéu im gellenden Pfeifkonzert untergegangen. Die Fans von Real Madrid bereiteten ihren Stars am Samstag beim Arbeitssieg gegen UD Levante (2:0) einen unschönen Empfang. Auch Klub-Boss Florentino Pérez rückte dabei immer mehr in den Fokus der Kritik.

Neben lauten Pfiffen und Buhrufen, die von den Rängen schallten, wurden bereits vor dem Anpfiff weiße Tücher geschwenkt - eine Geste, mit der sonst gern mal unterlegene Gegner verabschiedet werden. Doch nun galten sie offenbar dem eigenen Klub.

Bei der TV-Übertragung wurde direkt nach den Unmutsbekundungen Präsident Pérez eingeblendet, als er auf der Ehrentribüne seinen Platz einnahm. „Wenn in Minute null schon Taschentücher geschwenkt werden, dann weißt du, was Phase ist“, sagte DAZN-Kommentator Julian Engelhard.

„Ohrenbetäubendes Pfeifkonzert“: Bellingham und Vinícius am Pranger

Die Marca schrieb von einem „ohrenbetäubenden Pfeifkonzert“, das die Mannschaft beim Gang aus dem Spielertunnel empfing. Schon beim Warmmachen gab es Buhrufe. Das ist insofern bemerkenswert, da das Stadion zu dem frühen Zeitpunkt in der Regel nur spärlich besetzt ist, da in Spanien die Zuschauer erst kurz vor Beginn ihre Plätze auf den Tribünen einnehmen.

Beim Verlesen der Mannschaftsaufstellung bekamen dann vor allem Vinícius Júnior und Jude Bellingham den Unmut des Anhangs zu spüren. Die Pfiffe konnten auch nicht von der lauten Musik, die aus den Stadionlautsprechern dröhnte, übertönt werden.

Real-Fans fordern Rücktritt von Präsident Pérez

Mit Anpfiff wurden die Pfiffe dann sogar noch lauter. Der Lautstärkepegel schnellte vor allem dann in die Höhe, wenn Vinícius an den Ball kam. Hinzu kamen Sprechchöre gegen Klub-Patron Pérez, der von den Fans zum Rücktritt aufgefordert wurde.

Auf dem Platz lieferten die gescholtenen Real-Stars eine erfolgreiche, aber dennoch eher enttäuschende Leistung ab.

Mbappé überall - und vom Punkt erfolgreich

Der immerhin hochengagierte Kylian Mbappé holte einen zumindest strittigen Elfmeter heraus und verwandelte in der 58. Minute selbst vom Punkt. Raul Asencio erhöhte später mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Ecke zum 2:0 (65.). Es war die Vorentscheidung, der Wille der zuvor durchaus gefährlichen Gäste aus Levante war gebrochen. Auch die Pfiffe ließen phasenweise nach.

„Madrid überlebt den Wut des Bernabéu“, titelte die Marca. „Güler löscht das Feuer“, schrieb die As unter verweis auf den stark aufspielenden Einwechselspieler Arda Güler.

Die Königlichen haben turbulente Tage hinter sich. Am vergangenen Montag trennte sich Real von Trainer Xabi Alonso - nur einen Tag nach der Niederlage im Supercopa-Finale gegen Erzrivale FC Barcelona.

Unter Nachfolger Álvaro Arbeloa blamierten sich die Madrilenen unter der Woche in der Copa del Rey beim Zweitligisten Albacete (2:3).

Das erste Heimspiel nach diesen Turbulenzen hat gezeigt, dass die Unruhen noch lange nicht vorbei sind.

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