Schlechte Stimmung bei Paris Saint-Germain nach der überraschenden 1:3-Pleite bei Stade Rennes - und wieder steht Ousmane Dembélé mittendrin.
PSG-Zoff! "Dembélé entfacht ein Feuer"
„Dembélé entfacht ein Feuer“
Der Ballon-d‘Or-Gewinner ließ nach Abpfiff seinem Frust im Interview bei Ligue 1+ freien Lauf: „Ich denke, dass wir mehr Einsatz zeigen müssen. Wir müssen für Paris Saint-Germain spielen, um Spiele zu gewinnen. Denn wenn wir alleine auf dem Platz spielen, wird es nicht funktionieren. Wir werden nicht die Titel gewinnen, die wir wollen.“
Der Appell des Superstars an seine Mitspieler: „In der letzten Saison haben wir den Verein in den Vordergrund gestellt, bevor wir an uns selbst gedacht haben. Ich denke, wir müssen wieder dahin zurückfinden, vor allem in solchen Spielen. Paris Saint-Germain muss an erster Stelle stehen, nicht die Einzelnen. Wir müssen für den Verein spielen, anstatt an uns selbst zu denken.“
PSG: Enrique kontert Aussagen von Dembélé
Deutliche Worte von Dembélé, auf die Trainer Luis Enrique auf der anschließenden Pressekonferenz zu sprechen kam. „Die Aussagen der Spieler nach dem Spiel haben keinerlei Wert. Überhaupt keinen. Die der Trainer auch nicht, aber die der Spieler schon gar nicht“, sagte der Coach.
Sein vielsagendes Fazit: „Ich werde niemals zulassen, dass sich ein Spieler über den Verein stellt. Das ist klar. Der Verantwortliche für die Mannschaft bin ich.“
L’Équipe - Frankreichs einflussreichstes Medium - sieht in den Vorgängen eine Gefahr für die Pariser Saisonziele.
Nicht der erste Dembélé-Zoff
„Dembélé entfacht ein Feuer, Luis Enrique versucht es zu löschen“, titelte die Zeitung in der Nacht von Freitag auf Samstag.
Es ist nicht das erste Mal, dass Enrique und Dembélé aneinandergeraten. Bereits in der vergangenen Saison hatte der Spanier seinen Superstar vor dem Champions-League-Spiel beim FC Arsenal aus dem Kader gestrichen.
„Wenn ein Spieler nicht den Anforderungen entspricht, ist er außen vor, aber wenn er sie erfüllt, ist er bereit“, erklärte Enrique seine Maßnahme im Oktober 2024.
In der Folge glätteten sich die Wogen wieder und Dembélé spielte groß auf - bis zum Triple-Triumph mit PSG und und dem persönlichen Triumph beim Ballon d’Or.
Der französische Nationalspieler ist für seine Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn bekannt. So fiel er schon bei Borussia Dortmund und dem FC Barcelona mehrfach negativ auf - brillierte aber immer wieder auf dem Feld.
Ligue 1: PSG droht Tabellenführung zu verlieren
Für Rennes trafen derweil Mousa Tamari (34.), Esteban Lepaul (69.) und der ehemalige Bundesliga-Profi Breel Embolo (81.). Dembélé hatten für PSG den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer zum 1:2 erzielt (72.).
Die Tabelle in der Ligue 1 führt Paris Saint-Germain mit 51 Punkten weiter an. Der RC Lens (49 Punkte) könnte aber am Samstag mit einem Sieg gegen den FC Paris vorbeiziehen.