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Messi-Tätlichkeit? Wildes Spiel eskaliert spät

Unschöne Szene bei Messi-Spiel

Inter Miami um Lionel Messi kommen in der MLS nicht über ein Remis hinaus, die Partie findet zudem einen unerfreulichen Abschluss. Thomas Müller muss derweil eine bittere Pleite hinnehmen.
Lionel Messi ist in eine brisante Szene verwickelt
© IMAGO/Newscom World
Inter Miami um Lionel Messi kommen in der MLS nicht über ein Remis hinaus, die Partie findet zudem einen unerfreulichen Abschluss. Thomas Müller muss derweil eine bittere Pleite hinnehmen.

Unschöne Szenen zum Abschluss! Beim 2:2 (1:2) in der MLS zwischen Philadelphia Union und dem Klub von Lionel Messi, Inter Miami, ist es in der elften Minute der Nachspielzeit zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen, in deren Folge Schiedsrichter Filip Dujic gleich zwei Akteure mit glatt Rot des Feldes verwies.

Doch von vorne: Die Gastgeber gingen im heimischen Subaru Park durch Indiana Vassilev (11. Spielminute) früh in Führung. Wenig später aber glich US-Talent Daniel Pinter nach Assist von Luis Suárez für Inter Miami aus (21.), ehe Messi höchstselbst in der 26. Minute für den Doppelschlag sorgte.

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Der argentinische Superstar wurde von Ian Frey halbrechts im Strafraum bedient, zog erst in Richtung Grundlinie, ehe sich La Pulga den Ball auf seinen starken linken Fuß legte und aus rund acht Metern per Schlenzer ins lange Eck vollendete. Nach der Pause glich Neil Pierre für Philadelphia per Kopf aus (58.) – die eigentliche Aufregerszene der Partie sollte aber erst noch folgen.

MLS: Heftige Rangelei bei Messi-Spiel

In der elften (!) Minute der Nachspielzeit – nur neun Minuten waren vom Unparteiischen-Gespann ursprünglich angezeigt worden – kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Auf den TV-Bildern war zu sehen, wie Philadelphias Quinn Sullivan im Strafraum Miamis zu Boden ging, die Schiedsrichterentscheidung lautete Abstoß. Anstatt jedoch wie üblich aufzustehen, um in die eigene Hälfte umzukehren, drückte Miamis Yannick Bright den Kopf seines Gegenspielers zu Boden.

Sullivan reagierte umgehend: Der 22-jährige US-Amerikaner schulterte seinen Gegenspieler und tackelte ihn zu Boden. In der Folge stürzte er sich auf ihn und rangelte mit Bright am Boden. Die Bilder erinnerten stark an eine Ringereinlage, ehe die beiden Streithähne von Teamkollegen getrennt werden konnten.

Doch damit nicht genug: Sullivans jüngerer Bruder, der erst 16 Jahre alte Cavan Sullivan mischte sich sofort ein und zoffte sich handfest mit einem Gegenspieler. Der Youngster war es auch schließlich, der mit Rot vom Platz gestellt wurde. Bei Miami erwischte es Bright.

Messi mit versuchter Tätlichkeit?

Quinn Sullivan kam mit Gelb davon – doch es war nicht sein erster Aufreger der Partie. Der 22-Jährige geriet bereits während des Spiels mit Messi selbst aneinander. Wie in diversen Videos, die in den sozialen Netzwerken kursieren, zu erkennen ist, hatte Messi für seinen Gegenspieler einige Worte übrig. Als dieser sichtlich widersprach, gab Messi Sullivan eine versuchte Ohrfeige mit, tuschierte ihn allerdings nur leicht.

Als beide in der Folge Kopf an Kopf standen, nahm auch Schiedsrichter Dujic die Szene wahr, trennte bei Spieler jedoch schnell und sorgte umgehend für die reibungslose Fortsetzung der Partie.

Für Miami war es das vierte Spiel in Folge ohne Sieg. Mit dem Unentschieden bleibt das Messi-Team Zweiter in der Eastern Conference, Philadelphia verpasst derweil einen Sprung nach vorne und muss als 13. weiterhin um die Qualifikation für die Playoffs zittern.

MLS: Müller verliert, Lewandowski entscheidet Partie

Thomas Müller musste derweil mit seinen Vancouver Whitecaps eine bittere Pleite hinnehmen. Der einstige deutsche Nationalspieler wurde in der Halbzeit gegen Houston Dynamo eingewechselt, konnte aber den 0:1-Rückstand nicht mehr umbiegen.

Im Spitzenduell der Western Conference behält somit Houston vorerst die Nase vorn und liegt in der Tabelle weiterhin einen Punkt vor den Kanadiern. Die allerdings haben noch eine Partie in der Hinterhand.

Robert Lewandowski erzielte per Elfmeter derweil den 2:1-Siegtreffer für seinen neuen Klub, Chicago Fire, gegen Orlando City. Ex-Bundesliga-Profi Niklas Dorsch rettete Toronto in letzter Minute mit seinem Tor zum 3:3 ein Remis gegen Charlotte.