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Reds: Mobbing bei Gerrard-Cousin

Reds: Mobbing bei Gerrard-Cousin

Bobby Duncan ist Nachwuchsspieler des FC Liverpool und der Cousin von Steven Gerrard. Sein Berater erhebt nun schwere Vorwürfe gegen die Reds.
Jürgen Klopp investiert viel in seinen Job als Trainer, und ist damit erfolgreich. Doch das zehrt an seinen Kräften. Nun denkt er laut über eine Pause nach. Wann ist es soweit?
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von SPORT1

Bobby Duncan ist nicht nur ein außergewöhnliches Talent, er ist auch der Cousin von Liverpool-Legende Steven Gerrard.

Beinahe folgerichtig, dass der 18-Jährige im vergangenen Sommer Manchester City verließ und seither beim FC Liverpool unter Vertrag steht. Doch glücklich ist der Youngster darüber längst nicht mehr.

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FC Liverpool: Gerrard-Cousin macht Ärger

Das Problem: Bei den Reds hat der junge Mittelstürmer trotz allen Talents keine Zukunft, dennoch will ihn Liverpool nicht so einfach ziehen lassen. Das wiederum bringt Duncans Berater Saif Rubie auf die Palme, der dem Traditionsklub in einem Statement heftige Vorwürfe macht.

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So schreibt Rubie: "Vor einigen Monaten, vor dem Ende der letzten Saison, hatte Bobby ein Treffen mit den Verantwortlichen des Vereins, darunter Akademieleiter Alex Inglethorpe. Dabei wurde anerkannt, dass Bobby in Liverpool aus verschiedenen Gründen nicht glücklich war, und Alex hat uns offeriert, Angebote für einen Wechsel einzuholen".

Allerdings genügten diese Angebote den Reds offenbar nicht. "Für einen Spieler ohne Erfahrungen in der ersten Mannschaft, den sie letzten Sommer für 200.000 Pfund (300.000 Euro) bekommen haben, war kein Verein bereit, eine angemessene Summe zu zahlen", erklärt Rubie weiter. 

Berater spricht von "psychischem Stress"

Unter anderem soll der AC Florenz und der FC Nordsjaelland laut Liverpool Echo an Duncan interessiert gewesen sein.

"Wir haben mehrere Vereine gefunden, die bereit waren, Bobby für ein Jahr inklusive Kaufoption von 1,5 Mio. Pfund (1,65 Mio. Euro) aufwärts zu holen. Das ist keine große Summe für einen Spieler, der nie für die erste Mannschaft Liverpools spielen wird und der gar nicht mehr hier sein will. Aber der Verein und Michael Edwards (Sportdirektor beim FC Liverpool, Anm. d. Red.) machten deutlich, dass diese Art von Deal nicht klappen wird", schreibt Rubie. 

Anschließend sollen die Verantwortlichen des FC Liverpool dem Youngster mit Konsequenzen gedroht haben. Am vergangenen Montag stand Duncan dann auch nicht im Kader der U23 in der Partie gegen den FC Southampton. 

Sein Berater erklärt auch warum: "Der wahre Grund, warum Bobby das Spiel der U23 am Montag verpasst hat, war der tiefgehende psychische Stress, in den ihn der Klub befördert hat. Stress, weil man ihm gesagt hat, dass er gehen kann, um ihn dann zu zwingen, gegen seinen Willen zu bleiben."

Duncan habe anschließend sein Zimmer "vier Tage nicht verlassen und wird nie wieder nach Liverpool zurückkehren. Meine einzige Sorge ist jetzt seine geistige Gesundheit und sein Wohlbefinden“, erklärt Rubie, der Liverpool Mobbing vorwirft: "Es ist trauriger Umstand, dass ein Verein wie Liverpool mit Mobbing davonkommen kann und das Leben eines jungen Mannes wie Bobby zerstört."

Reds zeigen sich enttäuscht

Für Duncans Berater ist klar, dass der Youngster nie wieder an die Anfield Road zurückkehren wird: "In dieser Situation ist die Gesundheit des Spielers alles, was zählt und in diesem Fall hat Michael Edwards diese wegen seiner eigenen Sturheit völlig ignoriert. Ich bete wirklich, dass einem jungen Spieler diese Erfahrung nicht noch einmal passiert."

Jürgen Klopp
Bereits in der Vergangenheit stand er oftmals im Schatten von Virgil van Dijk, doch nun könnte es für den 30 Jahre alten Abwehrroutinier noch schwieriger werden. Mit Spielern wie Joe Gomez, Joel Matip, Sepp van den Berg und Ki-Jana Hoever nimmt die Konkurrenz in der Defensive der Reds immer weiter zu.
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Am Mittwoch reagierte auch der FC Liverpool auf die heftigen Anschuldigungen: "Der FC Liverpool ist sich der nicht nachgewiesen Kommentare und unbegründeten Behauptungen, die in den Medien über einen unserer Spieler aufgestellt wurden, bewusst und enttäuscht darüber. Wir werden jedoch unsere Bemühungen nicht öffentlich fortsetzen, um eine Lösung im besten Interesse aller Beteiligten zu finden", heißt es in einer Mitteilung. 

Weitere Kommentare wird der Tabellenführer der Premier League zu diesem Thema nicht abgeben.