England-Klubs verlieren Geld-Zoff

England-Klubs verlieren Geld-Zoff

Die Verhandlungen zwischen den englischen Topklubs und ihren Spielern laufen, von einer Einigung ist man offenbar weit entfernt. Eine Ausnahme gibt es.
Manchester City wird mindestens bis Ende April keine Spiele bestreiten
Manchester City wird mindestens bis Ende April keine Spiele bestreiten
© Getty Images
. SPORT1
von SPORT1
am 10. Apr

Im Streit um die Gehälter in der Premier League gewinnen die Spieler offenbar immer mehr die Oberhand. 

Denn bis auf eine einzige Ausnahme konnte bisher kein Klub aus der reichsten Liga der Welt seine kickende Belegschaft zu einem Gehaltsverzicht bewegen. 

Schon letzte Woche hatten die Verantwortlichen der Premier League einen Gehaltsverzicht in Höhe von 30% für alle Profis vorgeschlagen, die Spielergewerkschaft PFA hatte dies allerdings abgelehnt. 

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Seitdem befinden sich zahlreiche Klubs in direkten Verhandlungen mit ihren Stars, allerdings ohne Erfolg. Laut Daily Mail werden unter anderem bei den beiden Topklubs aus Manchster seit Tagen Gespräche geführt. 

Ryan Giggs (2.v.l.) ist Rekordspieler von Manchester United
CARDIFF, WALES - NOVEMBER 19: Ryan Giggs, Head Coach of Wales shows his appreciation to the fans after the UEFA Euro 2020 qualifier between Wales and Hungary so at Cardiff City Stadium on November 19, 2019 in Cardiff, Wales. (Photo by Harry Trump/Getty Images)
Manchester United goalkeeper Peter Schmeichel jubilates, 26 May 1999 at the Camp Nou Stadium in Barcelona after winning the soccer final Champions League against Bayern Minich. Manchester United won 2-1.(ELECTRONIC IMAGE) (Photo by Eric CABANIS / AFP) (Photo by ERIC CABANIS/AFP via Getty Images)
Manchester United's Gary Neville (L) vies with   Portsmouth's Bisan Lauren  during their FA Cup fourth round football match at Old Trafford , Manchester, North-west  England, 27 January , 2007. AFP PHOTO/ANDREW YATES (Photo by Andrew YATES / AFP) (Photo by ANDREW YATES/AFP via Getty Images)
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Die angesprochene Ausnahme bildet der FC Southampton. Dort wird mittlerweile auf 10 Prozent des Gehalts verzichtet - allerdings ist diese Maßnahme offenbar hier nur temporärer Natur. 

Das eingesparte Geld soll demnach im Oktober nachträglich fließen. Immerhin, so teilten die Saints mit, konnten dank der Gehaltseinbußen weitere Maßnahmen wie Kurzarbeit im Klub vermieden werden. 

Spieler gründen Hilfs-Fonds

Warum die Superstars bisher nicht auf Geld verzichten? Die PFA begründete es so: Bei signifikanten Einschnitten beim Gehalt würden auch weniger Steuern gezahlt. Rund 200 Millionen Pfund könnten dem Staat - und somit dem derzeit stark beanspruchten Gesundheitssystem NHS - so verloren gehen. 

Der ehemalige englische Nationalspieler Wayne Rooney hatte zuletzt geklagt, dass die Spieler zu Sündenböcken gemacht würden. 

Dass die Spieler durchaus helfen wollen, bewiesen sie jüngst mit der Einführung eines Hilfs-Fonds, an dem sich die Kicker aus der Premier League beteiligen. Mit #PlayersTogether wird vor allem das NHS unterstützt. 

Ein starkes Zeichen - im Zwist mit den Vereinen bleiben die Fronten aber weiter verhärtet.