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"Krieg im Kopf" nach Mourinho-Kritik

"Krieg im Kopf" nach Mourinho-Kritik

José Mourinho ist ein Trainer der klaren Worte. Das bekommen auch regelmäßig seine Spieler zu spüren. Ein Tottenham-Star spricht über die scharfe Kritik an ihm.
Thomas Tuchel feiert mit dem FC Chelsea den zweiten Sieg in Folge. Nach dem 1:0-Sieg über Tottenham zeigt er sich höchst zufrieden mit seinem neuen Team.
. SPORT1
von SPORT1
am 8. Feb

Nach drei Niederlagen in Folge haben die Tottenham Hotspur mit dem 2:0-Erfolg gegen West Bromwich Albion wieder in die Spur gefunden.

Während viele seiner Hotspur-Spieler Trainer Jose Mourinho zuvor enttäuscht hatten, überzeugt in dieser Saison ausgerechnet Tanguy Ndombélé, den Mourinho im März 2020 noch so heftig kritisiert hatte. (Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Rückblickend sagt der Franzose: "Manchmal können Worte zu hart sein. Oder zu streng. Das (die Aussagen von Mourinho, Anm. d. Red.) hat einen Krieg in meinem Kopf ausgelöst. Es war schwer, damit umzugehen. Es war nicht erfreulich, aber die Kritik war nicht unberechtigt."

Mourinho macht Ndombélé zum Sündenbock

Mourinho hatte in der vergangenen Saison nach dem enttäuschenden Remis beim FC Burnley Rekordeinkauf Ndombélé öffentlich zum Sündenbock erklärt. "Wir hatten kein Mittelfeld in der ersten Hälfte", schimpfte der Star-Coach, nachdem er Ndombélé zur Hälfte ausgewechselt hatte.

"Ich muss sagen, dass Tanguy genug Zeit hatte, um auf ein anderes Level zu kommen", legte Mourinho nach: "Ein Spieler mit seinem Potenzial, mit seiner Verantwortung, der muss uns mehr geben."

Ndombélé war für 60 Millionen Euro von Olympique Lyon zu den Spurs gewechselt, konnte die Erwartungen an ihn aber zunächst nicht erfüllen. (Die Tabelle der Premier League)

Ndombélé: "Du musst wieder aufstehen"

Ndombélé gab nun zu, dass die Worte schmerzten, er sie sich aber zu Herzen nahm: "Es ist ein Element des Spiels, Kritik zu kriegen. Du musst wieder aufstehen. In dieser Saison geht es mir an mehreren Fronten besser - vor allem bin ich verletzungsfrei."

Weiter erklärte der 24-Jährige, dass er ein "starkes Gespür" dafür entwickelt habe, was der Trainer will. Da Mourinho angesichts der Krise erneut seine harte Seite zeigen wird, hat er einen wichtigen Rat für seine Mitspieler bei den Spurs.

"Offensichtlich kann der Trainer ziemlich hart für die Leute sein. Aber es ist wichtig, dass Sie seine Worte annehmen und versuchen, die positiven Aspekte darin zu finden - und sich nicht von der Härte der Botschaft stören lassen", sagte Ndombélé.

Beim Erfolg gegen West Brom am Sonntagmittag durch Treffer von Heung-Min Son und Harry Kane bewiesen die Spurs, dass sie die Botschaft von Mourinho offenbar verstanden haben.