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Havertz-Tor und Mega-Ärger im Kracher

Havertz-Tor und Mega-Ärger im Kracher

Chelsea-Star Kai Havertz sorgt im Kracher gegen den FC Liverpool für ein Highlight. Ein Handelfmeter löst heftige Proteste aus.
Hitzige Diskussionen im Topspiel zwischen Liverpool und Chelsea
Hitzige Diskussionen im Topspiel zwischen Liverpool und Chelsea
© Imago
. SPORT1
von SPORT1
28.08.2021 | 20:27 Uhr

Kein Sieger im Kracher, dafür jede Menge Diskussionsstoff!

Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool trotz 45-minütiger Überzahl einen Sieg im Topspiel der Premier League gegen Thomas Tuchels FC Chelsea verpasst. Beide Teams rangieren nach dem 1:1 (1:1) weiterhin punkt- und torgleich als Verfolger hinter Spitzenreiter West Ham United. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Nationalspieler Kai Havertz (22.) köpfte die Blues nahezu unbedrängt nach einer Ecke sehenswert per Bogenlampe in Front. Mohamed Salah (45.+5) glich mit einem verwandelten Handelfmeter aus.

Handelfmeter und Platzverweis lösen Diskussionen aus

Die Entstehung des Handelfmeters sorgte für Diskussionen: Erst köpfte Joel Matip aus kurzer Distanz an die Latte. Im anschließenden Gestocher im Fünfmeterraum probiert es Sadio Mané erneut, doch Reece James klärte noch auf der Linie – allerdings sprang ihm der Ball vom Oberschenkel an den Arm.

Schiedsrichter Anthony Taylor ließ zunächst weiterspielen, schaute sich die Szene bei der nächsten Unterbrechung aber noch mal in der Review Area an. Dort bekam der Referee aber offenbar nur ein Standbild der Szene gezeigt, nach einem kurzen Blick entschied er auf Elfmeter und Rot für James – begleitet von wütenden Protesten der Blues.

Tuchel hadert mit Roter Karte

“Ich hatte live noch gehofft, dass es keine Rote Karte ist. Wir haben es auch bei uns auf dem iPad angeschaut”, sagte Tuchel bei Sky. “Dann habe ich beim Check gehofft, dass er es in der Aktion checkt.”

Aus seinem Ärger, dass Taylor offenbar nur einen kurzen Blick auf ein Standbild geworfen hatte, machte Tuchel keinen Hehl. “Ich bin mir nicht mal sicher, ob die Rote Karte den Regeln entspricht oder nicht”, sagte er Tuchel bei der BBC. “Man muss die Entscheidung akzeptieren. Mit bewegten Bildern hätte er vielleicht seine Meinung geändert.”

Er hätte sich eine längere Überprüfung gewünscht, ergänzte Tuchel. “Ich kann mich an Schiedsrichter erinnern, die erklärt haben, dass es kein Elfmeter ist, wenn der Ball abgefälscht ist und es sich nicht um eine sehr unnatürliche Armhaltung handelt.”

Anschließend kam es im Strafraum noch zu einer kleineren Rudelbildung, wobei auch Chelseas Keeper Edouard Mendy die Gelbe Karte sah.

Auch nach dem Pausenpfiff hatten die Chelsea-Spieler noch Redebedarf mit Schiedsrichter Taylor. An der Seitenlinie redete Chelsea-Trainer Tuchel ebenfalls wütend auf den Schiedsrichterassistenten ein.

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Für Ex-Nationalspieler Gary Lineker war es zwar ein Elfmeter, aber keine Rote Karte, da James der Ball vom Oberschenkel an den Arm gesprungen war.

Werner bei Chelsea auf der Bank

Liverpool startete an der Anfield Road aktiver, doch die ersten Großchancen hatte der Champions-League-Sieger, der mit Havertz und Antonio Rüdiger in die Partie startete. Timo Werner saß zunächst auf der Bank. Nach Ecke von James beförderte Havertz den Ball mit dem Hinterkopf wunderschön in die lange Ecke.

Mason Mount (36.) hätte gar auf 2:0 erhöhen können, sein Schuss ging rechts am Tor vorbei. Mit einem Mann mehr rannte Liverpool nach der Pause an und drückte Chelsea in die eigene Hälfte.

Diogo Jota (51.) köpfte erst knapp drüber, acht Minuten danach prüfte Fabinho Chelsea-Torwart Edouard Mendy mit einem Fernschuss. Chelsea hoffte lediglich auf den Lucky Punch, Mateo Kovacic (84.) vergab vor Reds-Keeper Alisson eine gute Möglichkeit.

Zuvor hatte sich Manchester City auch dank Nationalspieler Ilkay Gündogan den Frust über den gescheiterten Mega-Transfer von Cristiano Ronaldo von der Seele geschossen. Der englische Meister besiegte den FC Arsenal beim 100. Premier-League-Einsatz von Torwart Bernd Leno mit 5:0 (3:0). (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der Premier League)