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Begehrtester Job der Welt: Wer beerbt Pep?

Begehrtester Job der Welt: Wer beerbt Pep?

Manchester City könnte bald schon einen Nachfolger für Pep Guardiola suchen. Wer könnte den Spanier ersetzen? SPORT1 zeigt die möglichen Erben.
Seit 2016 ist Pep Guardiola Coach bei Manchester City - diese Tätigkeit soll allerdings 2023 enden. Dann will sich der Spanier anderen Dingen widmen.
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von Alexandra Müller

Pep Guardiola zu ersetzen ist wohl fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Kaum ein Trainer ist imstande, das zu leisten, was der 50-Jährige seit 2016 bei Manchester City geleistet hat. Und doch könnten die Verantwortlichen bei den Citizens bald genau diese scheinbar aussichtslose Aufgabe vor der Brust haben. (Service: Ergebnisse der Premier League)

Denn wie es aussieht, rückt das Ende seiner Trainertätigkeit beim englischen Meister näher. In einem Livestream-Event der brasilianischen Investmentgesellschaft XP Investimentos erklärte der frühere Bayern-Coach, dass er seinen Vertrag bei City, der bis 2023 datiert ist, nicht mehr verlängern wird.

Zwar ruderte Guardiola kurz darauf zurück und erklärte auf einer Pressekonferenz: „Ich denke nicht daran, City in zwei Jahren zu verlassen. Was ich in dem Zoom Call mit Geschäftsleuten gesagt habe, ist, dass ich nach meiner Zeit bei City eine Pause einlegen muss.“ Einen genauen Zeitpunkt dafür gebe es nicht.

Wer wird Guardiola-Nachfolger bei Manchester City?

Aber Zeitpunkt hin oder her – irgendwann wird der Moment kommen, wenn Manchester City einen Erben Guardiolas benötigt.

Spannend wird dabei sein, wie der Klub die Angelegenheit angeht: Werden sie einen Taktiker mit ähnlichen Fußball-Idealen verpflichten oder doch eine ganz andere Richtung einschlagen?

SPORT1 wagt ein Gedankenspiel und stellt mögliche Nachfolger Guardiolas vor.

Brendan Rodgers

Der aktuelle Coach von Leicester City soll Berichten der englischen Daily Mail zufolge bereits auf Manchester Citys Liste stehen. Er soll Bewunderer bei den Citizens haben und schon 2013 als Nachfolger von Roberto Mancini im Gespräch gewesen sein.

Bei City soll man sich bewusst darüber sein, dass die Spieler entweder einen „namhaften Manager“ oder einen „herausragenden“ Trainer brauchen, um den Verlust des Spaniers aufzufangen. Rodgers soll dabei in letztere Kategorie fallen.

Allerdings soll auch Newcastle United – nach der Übernahme des Vereins durch ein Konsortium aus Saudi-Arabien plötzlich der reichste Klub der Welt - Interesse an dem Nordiren haben. Laut Daily Mail wird sich der Verein schon am Sonntag von Cheftrainer Steve Bruce trennen.

Die Berichte deklarieren jedoch, dass Rodgers ein Angebot aus Newcastle ablehnen werde.

Luis Enrique

Über den Spanier wurde bislang wenig spekuliert, obwohl Guardiolas alter Freund möglicherweise der perfekte Ersatz wäre.

Enrique und Guardiola spielten von 1996 bis 2001 gemeinsam beim FC Barcelona und setzen auch als Trainer auf ähnliche Spielphilosophien. Beide wollen die totale Dominanz über das Spiel durch möglichst viel Ballbesitz erreichen. Heißt: Tempo nach vorne, Risikopässe und wenig Strafraum-Belagerung.

Natürlich gibt es auch feine Unterschiede im Spiel der zwei Coaches, dennoch würde es wohl für einen reibungslosen Übergang reichen.

Luis Enrique übernimmt erneut das Traineramt bei der spanischen Nationalmannschaft. Im Juni stellte er sein Amt zur Verfügung, weil seine Tochter schwer an Krebs erkrankt war.
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Luis Enrique: Die emotionale Geschichte hinter seiner Rückkehr

Enrique, derzeit Trainer der spanischen Nationalmannschaft, hat außerdem bereits bewiesen, was er aus den City-Spielern herausholen kann. Bestes Beispiel: Mittelfeldspieler Rodri. „Er hat in der Nationalmannschaft wirklich gut gespielt, Luis Enrique hat ihm sehr geholfen, seine Fähigkeiten zu entwickeln“, lobte Guardiola zuletzt.

Marcelo Bielsa

Es würde durchaus Sinn machen, einen Mann zu Guardiolas Nachfolger zu machen, der den Katalanen selbst geprägt hat. Guardiola verbrachte einige Zeit mit dem aktuellen Leeds-Coach in Argentinien, bevor er bei Barca Coach der zweiten Mannschaft wurde.

„Er ist wahrscheinlich die Person, die ich im Weltfußball am meisten bewundere - als Manager und als Mensch“, sagte Guardiola 2020 vor dem Duell gegen Leeds über Bielsa. Und: „Es macht immer Spaß, seinen Mannschaften zuzusehen. Sie sind fair, wollen immer angreifen und bieten den Zuschauern guten Fußball.“

„El Loco“ hat es bislang vermieden, Teams mit vielen Topstars zu trainieren. Umso spannender wäre es, zu sehen, wie er sich bei Manchester City schlägt.

Mauricio Pochettino

Wie Guardiola hat sich auch Pochettino von Bielsas Methoden inspirieren lassen. Der Argentinier hat zwar keine großen Erfolge vorzuweisen, doch das könnte sich mit Lionel Messi, Neymar und Killian Mbappé bei Paris Saint-Germain schnell ändern.

Bei PSG steht Pochettino erst einmal gehörig unter Druck. Mit seinem Starensemble ist der Champions-League-Titel quasi Pflicht. Sollte Messi Paris mit seinem Vertragsende 2023 aber wieder verlassen, wäre das auch für den Coach die perfekte Gelegenheit für eine Rückkehr nach England.

Julian Nagelsmann

Der Bayern-Coach wird schon als potenzieller Guardiola-Nachfolger gehandelt, seit er 2016 bei Hoffenheim auf der Bildfläche erschienen ist.

Nach 100 Tagen im Amt steht die erste Bilanz für Bayern-Trainer Julian Nagelsmann an. Bisher präsentiert sich der 34-Jährige fast nur von seiner erfolgreichen Seite.
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Nagelsmann Bilanz nach 100 Tagen: Viel top, ein bisschen flop

Vor einem Jahr galt Nagelsmann als Kandidat für den Posten des neuen Trainers in Manchester – noch bevor Guardiola seinen Vertrag bis 2023 verlängert hat.

Der 34-Jährige setzt auf offensiven, attraktiven Fußball, im Gegensatz zum Spanier legt er aber mehr Wert auf Menschenführung als auf Taktik. Dafür steht er für seine Offenheit, jungen Spielern eine Chance zu geben – was mit Plänen der Citizens Hand in Hand gehen würde.

Da Nagelsmann jedoch gerade erst zu den Bayern gewechselt ist und noch fünf Jahre Vertrag hat, dürfte es für City schwierig werden, den Deutschen vom Champions-League-Rivalen abzuwerben.