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FC Chelsea: Macht Thomas Tuchel die gleichen Fehler wie beim BVB?

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FC Chelsea: Macht Thomas Tuchel die gleichen Fehler wie beim BVB?

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Macht Tuchel die gleichen Fehler?

Macht Tuchel die gleichen Fehler?

Thomas Tuchel beginnt sein zweites Jahr als Trainer des FC Chelsea. Sein erstes Jahr hätte besser kaum laufen können, doch trotzdem weckt seine derzeitige Situation schlechte Erinnerungen.
Letzte Saison gewann Thomas Tuchel mit dem FC Chelsea überraschend die Champions League, aktuell kriselt es nach einem Jahr im Amt aber beim Premier-League-Klub
Lukas von Hoyer
Lukas von Hoyer

Für Thomas Tuchel ist es seit dem Donnerstag so weit: Das verflixte zweite Jahr hat begonnen.

Die ersten 365 Tage als Trainer des FC Chelsea hätten für den deutschen Fußballlehrer kaum besser laufen können. Er hat einen taumelnden Klub nicht nur vor dem Fall gerettet, sondern diesen gleich auch grundsaniert.

Die Folge: Eine defensive Stabilität, wie es sie an der Stamford Bridge lange nicht gegeben hat und dann der Triumph in der Champions League, den im Januar 2021 wohl nicht einmal Chelsea-Boss Roman Abramowitsch für denkbar gehalten hätte. Für diesen Erfolg wurde Tuchel jüngst zum Welttrainer ernannt.

Er hat sich in einem Jahr damit schon fast unsterblich bei den Blues gemacht. Doch zu Beginn seines zweiten Jahres in London findet er sich an einem Tiefpunkt wieder, den vor wenigen Monaten wohl auch kein Fußball-Fan und -Experte kommen sah. Parallelen zu seinen vorherigen Stationen sind allerdings nicht von der Hand zu weisen.

Lukaku und Pulisic üben Kritik an Tuchel

Die sportliche Situation ist bei Chelsea derzeit trist. Das Team ist nach dem sensationellen Erfolg in der vergangenen Spielzeit als einer der Favoriten auf den Meistertitel ins Rennen gegangen.

Vielleicht, so dachten viele auf der Insel, sind die Blues nun so weit, auch Manchester City und den FC Liverpool herauszufordern. Das schien zu gelingen, die Blues grüßten sogar einige Wochen von der Tabellenspitze. Doch nun trennen Chelsea zehn Punkte von Tabellenführer ManCity, bei einem Spiel mehr. (Service: Tabelle der Premier League)

Nun ist es normal, dass es im Fußball nicht immer nur aufwärts gehen kann. Eine derartige Schwächephase ist nach einem derart rasanten Aufschwung fast schon zu erwarten. Allerdings machen zwei Dinge Sorgen bei der Entwicklung.

Chelseas Romelu Lukaku zeigt sich nach einem halben Jahr bei den Blues verärgert über seine derzeitige Rolle. Trainer Thomas Tuchel will mit dem Belgier über dessen vergangenes Interview sprechen.
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Tuchel erklärt Ausbootung von Lukaku: "Wurde zu laut"

Eine hat mit den Spielern zu tun, die jüngst Kritik in Richtung Tuchel schleuderten. Der deutsche Coach, zuletzt zu Recht zum Welttrainer ernannt, scheint Teile der Kabine verloren zu haben und vor allem seine eigenen Stürmer zu vergraulen, wie The Athletic berichtet. Schuld daran sollen demnach sein Verhalten in der Kabine und auch die energische Art an der Seitenlinie sein. Und dann scheint da auch noch das System hinzuzukommen.

Stürmerstar Romelu Lukaku hatte bei der Kritik den Anfang gemacht. „Mir geht es körperlich gut, aber ich bin nicht zufrieden mit meiner Situation bei Chelsea“, hatte er in einem Interview mit Sky Italia verraten, um dann noch deutlich konkreter zu werden: „Tuchel hat sich für ein anderes Spielsystem entschieden. Ich werde weiterhin professionell bleiben, aber ich bin nicht glücklich.“

Nicht glücklich scheint auch Offensivspieler Christian Pulisic zu sein, der ebenfalls von seiner Rolle im Team berichtete. „Es ist hart. Ich habe nicht immer auf den Positionen gespielt, auf denen ich spielen will“, sagte der US-Amerikaner bei einem Pressetermin mit seiner Nationalmannschaft.

Tuchel und Pulisic kennen sich schon aus Dortmund. Und da wären wir schon beim zweiten Problem: der Tuchel-Kurve.

Christian Pulisic ist trotz seiner geringen Einsatzzeiten bei Chelsea wieder bei der Nationalmannschaft der USA. Der Ex-Dortmunder gibt zu, mit seiner Situation bei den Blues nicht glücklich zu sein.
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"Ein Auf und Ab": Pulisic über seine Situation bei Chelsea

Die Tuchel-Kurve macht Sorgen

Sowohl bei Borussia Dortmund als auch bei Paris Saint-Germain hatte Tuchel ebenfalls ein großartiges erstes Jahr als Trainer erlebt. Auch dort hatte er Mannschaften in schwierigen Situationen übernommen. Und auch dort hatte er es praktisch über Nacht geschafft, diese wieder stark zu machen.

Doch in Dortmund blieb er letztlich keine zwei Jahre und in Paris nur etwas mehr als zwei. Doch wie kam es dazu?

Bezeichnend ist, dass Tuchel beim BVB nicht wegen einer sportlichen Misere, sondern eher wegen seines Charakters und seines Verhaltens gegenüber Mannschaft und Bossen entlassen wurde. So nannte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke Tuchel 2020 in einem Podcast mit Sandra Maischberger „einen schwierigen Menschen, das sieht man auch in Paris“. Denn auch bei PSG lag die Trennung nicht an der sportlichen Bilanz. Was passiert nach rund einem Jahr im Umgang des Coaches mit den Spielern, was die Situationen für ihn schwieriger macht?

Klar ist, dass Tuchel seine Akteure immer kritisch hinterfragt, auch wenn es gut läuft. Er ist selten zufrieden und lässt das seine Spieler spüren. Diese Herangehensweise scheint Spuren zu hinterlassen. Will Tuchel, der es gerade bei PSG und nun auch bei Chelsea mit Superstars zu tun hat, die sich nicht alles gefallen lassen, manchmal einfach zu viel?

Der FC Chelsea schlittert immer weiter in eine Krise. Welttrainer Thomas Tuchel wirkt angeschlagen und will mit einer besonderen Maßnahme für frischen Wind sorgen.
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Tuchel schlägt Alarm! Darum ist der Welttrainer so genervt

Kriegt Tuchel die Kurve?

Ein weiteres Problem: Er scheint seinen Spielern wie Lukaku und Pulisic nicht ausreichend vermitteln zu können, warum diese auf der Bank sitzen oder ungewohnte Positionen einnehmen.

Ein Spieler geht in der Regel nur mit Kritik am Trainer an die Öffentlichkeit, wenn er keine Möglichkeit mehr sieht, ein Problem intern zu lösen - oder aus purem Frust. Bei Chelsea scheint es eine Mischung aus beidem zu sein. Lukaku wurde für seine Aussagen mit einer Geldstrafe von 500.000 Euro belegt und der Belgier entschuldigte sich. Probleme löst das intern nicht.

Laut ESPN ist der Coach gerade sehr hart zu seinen Spielern und drückt seine Unzufriedenheit überdeutlich aus. Wegen Tuchels „brutalem“ Umgangston sollen einige Akteure schon ernsthaft an einen Wechsel denken. Das gilt auch für Lukaku, der erst im Sommer 2021 für satte 113 Millionen Euro von Inter Mailand verpflichtet wurde. Der Torjäger sprach in seinem kritischen Interview bereits über eine mögliche Rückkehr.

Es scheint, als sei Tuchel an dem Punkt angekommen, an welchem es bei seinen vorherigen Stationen langsam wieder bergab ging. Die Frage ist nun, ob der Welttrainer, an dessen sportlicher Qualität es keine Zweifel gibt, aus seinen vorherigen Stationen gelernt hat - und diesmal die Kurve kriegt.