Premier League>

Muss Abramowitsch Chelsea nun verkaufen? Investoren planen offenbar Übernahme der Blues

Muss Abramowitsch Chelsea verkaufen?

Im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine gerät auch Roman Abramowitsch unter Druck. Auch aus der britischen Politik kommt Gegenwind.
Die beiden Box-Legenden Wladimir und Vitali Klitschko fordern Unterstützung für die Ukraine und Zusammenhalt des eigenen Volkes im Krieg.
Im Zuge der russischen Invasion in der Ukraine gerät auch Roman Abramowitsch unter Druck. Auch aus der britischen Politik kommt Gegenwind.

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat auch auf den Sport gravierende Auswirkungen.

Eine davon könnte möglicherweise auch den FC Chelsea und deren Besitzer Roman Abramowitsch betreffen. Dem Milliardär wird eine politische Nähe zu Russlands Präsident Wladimir Putin nachgesagt, die er immer wieder bestritten hat. Muss er im Lichte des russischen Krieges nun den Klub veräußern? (Die Auswirkungen der Russland-Invasion auf den Sport im Ticker)

Wie das US-Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, haben bereits einige Investoren angefangen, Angebote für die Übernahme der Blues vorzubereiten. Der Klub von Trainer Thomas Tuchel habe in diesem Monat sogar bereits ein Angebot erhalten, dieses aber abgelehnt. Der Wert des Klubs aus London, den Abramowitsch 2003 übernahm, wird auf rund 1,9 Milliarden Euro geschätzt. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Abramowitsch bislang noch nicht sanktioniert

Die Wirtschaft hat bereits angefangen, Sanktionen zu verhängen. Premierminister Boris Johnson brachte am Donnerstag ein großes Sanktionspaket gegen Russland auf den Weg. Abramowitsch selbst blieb bislang davon allerdings verschont. (Tuchel: „Es ist schrecklich“)

Auch aus der britischen Politik mehren sich Stimmen, die eine Ablösung des 68 Jahre alten Milliardärs fordern. Der britische Labour-Abgeordnete Chris Bryant sagte, Abramowitsch sei als Eigentümer der Blues ungeeignet. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Zudem fordere er Abramowitsch und Alisher Usmanov (bis vor kurzem noch Anteilseigner beim FC Arsenal) auf, „jetzt absolut klarzumachen, dass sie die illegale Invasion der Ukraine ablehnen“. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Während der Chelsea-Besitzer zunehmend kritisiert wird, hat sich seine Tochter bereits klar positioniert. Die 27-Jährige teilte in ihrer Instagram-Story einen Anti-Putin-Post, der die Worte „Russia wants war with Ukraine“ zeigt. Entscheidendes Detail auf dem Bild: Das Wort „Russia“ ist rot durchgestrichen und durch das Wort „Putin“ ersetzt.

Weiter unten ist der Satz zu lesen: „Die größte und erfolgreichste Lüge der Kreml-Propaganda ist, dass die meisten Russen auf der Seite Putins stehen.“