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Premier League: Platzt der Chelsea-Verkauf doch noch? Zweifel an Abramowitsch-Versprechen

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Premier League: Platzt der Chelsea-Verkauf doch noch? Zweifel an Abramowitsch-Versprechen

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Platzt der Chelsea-Verkauf?

Platzt der Chelsea-Verkauf?

Der FC Chelsea soll unmittelbar vor einem Verkauf stehen - doch nun kommen diverse Berichte auf, denen zufolge der Deal doch noch scheitern könnte.
Die Zukunft der Blues ist anscheinend geklärt: Roman Abramowitsch hat offenbar einen Käufer für den FC Chelsea gefunden.
. SPORT1
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von SPORT1

Eigentlich schien alles bereits geregelt: Der Verkauf des englischen Topklubs FC Chelsea befand sich auf der Zielgeraden, der US-Milliardär Todd Boehly mit seinem Konsortium sollte den Zuschlag bekommen.

Doch nun könnte der milliardenschwere Deal auf den letzten Metern doch noch in die Brüche gehen. Wie unter anderem die seriösen englischen Tageszeitungen The Guardian und die Times berichten, wachsen die Zweifel. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Grund: Plötzlich besteht die Sorge, dass Noch-Chelsea-Eigner Roman Abramowitsch sein Versprechen, auf eine Rückzahlung der Kredite des Klubs zu verzichten, rückgängig machen könnte. Die Verbindlichkeiten liegen in einer Höhe von rund 1,6 Milliarden Pfund.

Abramowitsch hatte angekündigt, das Geld beim angestrebten Verkauf nicht zurückzufordern.

Verhandlungstrick von Abramowitsch?

Warum daran nun Zweifel aufkommen? Der FC Chelsea soll bei Gesprächen mit der britischen Regierung vergangene Woche eine Umstrukturierung des Verkaufsmodalitäten angestrebt haben. Dabei wurde vorgeschlagen, dass die Schulden von Chelseas Mutterkonzern, Fordstam Ltd, an Camberley International Investments (CII) ausgezahlt werden sollen.

Und hier liegt der Haken, denn CII soll Verbindungen zu Abramowitsch oder aber dessen Familienmitgliedern haben. Das Vermögen des russischen Oligarchen ist nach dem Angriffskrieg seines Heimatlandes auf die Ukraine in England eingefroren. Die britische Regierung will auf jeden Fall verhindern, dass Geld an sanktionierte Personen fließt.

Die Sanktionen, so argumentiert Abramowitsch den Berichten zufolge, machen es ihm aber unmöglich, die Chelsea-Schulden wie versprochen abzuschreiben. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Die britische Regierung wiederum wittert darin offenbar einen Verhandlungstrick - und fürchtet, dass eine Zustimmung für Chelseas Vorschlag als „politisch vergiftet“ angesehen werden könnte.

Chelsea läuft die Zeit davon

Weder der Verein noch Abramowitsch äußerten sich bisher zu den Entwicklungen. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

Nun könnte der Verkauf - in den sich am Dienstag mit Sir Jim Ratcliffe offenbar ein später zusätzlicher Bewerber eingeschaltet hat - zu einem Wettlauf gegen die Zeit werden.

Die aktuelle Spiellizenz der Blues läuft am 31. Mai aus. Zuletzt hatte die britische Regierung gewarnt, dass Chelsea von der Teilnahme an der Premier League und europäischen Wettbewerben ausgeschlossen werden könnte, wenn bis dahin kein neuer Eigentümer gefunden ist.