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Granit Xhaka wird bei Arsenal von einer Hassfigur zum Schlüsselspieler

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Granit Xhaka wird bei Arsenal von einer Hassfigur zum Schlüsselspieler

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Xhaka erlebt Wandel bei Arsenal

Xhaka erlebt Wandel bei Arsenal

Granit Xhaka steht mit dem FC Arsenal an der Tabellenspitze der Premier League. Der Ex-Gladbacher erlebt aktuell einen Wandel seines Ansehens bei den Gunners, denn er entwickelt von einer Hassfigur zum Schlüsselspieler.
Der FC Arsenal ist Tabellenführer der Premier League. Die Gunners spielen schönen Fußball, die Talente um Gabriel Jesus schießen tolle Tore. Was Mikel Arteta am Kader geändert hat und wie titelreif Saka, Martinelli & Co. sind, seht Ihr in der neuesten Folge story of the week.
Johannes Vehren
Johannes Vehren

Granit Xhaka wird aktuell beim FC Arsenal vom Buhmann zu einem der wichtigsten Spieler von Trainer Mikel Arteta.

Mit den Gunners thront der ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach an der Tabellenspitze der englischen Premier League, am Samstag führte der Schweizer sein Team mit einem Treffer zum 3:1 im Nordlondon-Derby gegen Tottenham Hotspur. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Premier League)

Der 30-Jährige bildet zusammen mit Thomas Partey ein sicheres Bollwerk im defensiven Mittelfeld - und sorgt mit bereits fünf Scorerpunkten auch in der Offensive für Gefahr. Unter Coach Arteta ist Xhaka unangefochtener Stammspieler. Das sah im Herbst 2019 noch ganz anders aus. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Premier League)

„Es gibt wohl keinen Spieler, der Arsenals Fortschritte in dieser Saison besser verkörpert als Granit Xhaka“, schreibt Maram AlBaharna für das englischsprachige Portal TheAthletic. Artetas flexibles System hole „das Beste aus Xhaka heraus“.

Xhaka sorgt für einen Eklat

Der Schweizer war 2016 für 45 Millionen Euro aus der Bundesliga zu den Gunners gewechselte und spielte lange eine gute Rolle. Dies mündete darin, dass er vor Saison 2019/20 das Kapitänsamt des legendären Torwarts Petr Cech übernahm. (DATEN: Die Tabelle der Premier League)

Allerdings endete dies schnell in einem Fiasko. Xhaka entwickelte sich wegen vieler individueller Fehler und seiner hitzköpfigen Art zu einem Buhmann bei den Fans. Ende Oktober kam es während des Heimspiels gegen Crystal Palace zum Eklat.

Xhaka wurde in der 60. Minute ausgewechselt und von den Arsenal-Anhängern ausgepfiffen. Der Linksfuß reagierte darauf spöttisch und forderte die Fans mit seiner Gestik auf, noch lauter zu pfeifen. Im Anschluss daran nahm er seine Kapitänsbinde und warf sie auf den Boden.

Xhaka erhält Todesdrohungen

Das Tischtuch zwischen Verein und Spieler schien zerschnitten. So entzog der damalige Trainer Unai Emery dem Schweizer das Kapitänsamt und berief ihn die folgenden drei Partien nicht in den Kader. Der 30-Jährige war in der Folge eine Art Hassfigur und bekam in den sozialen Netzwerken sogar Todesdrohungen und andere Anfeindungen gegen seine Familie. Doch er ließ sich nicht unterkriegen, verließ nicht den Verein, sondern arbeitete an seinem Ansehen - und sich zurück ins Team.

Granit Xhaka ist beim FC Arsenal ein Erfolgsgarant
Granit Xhaka ist beim FC Arsenal ein Erfolgsgarant

Im Dezember 2019 feuerte Arsenal Emery und Arteta übernahm. Somit waren die Karten neu gemischt und der Linksfuß entwickelte sich wieder zu einem wichtigen Faktor innerhalb der Mannschaft.

Während einer langwierigen Knieverletzung zwischen Oktober und Dezember 2020 blieb Xhaka nah an der Mannschaft und half den jungen Spielern mit Gesprächen weiter, unterstützte dadurch auch Trainer Arteta. Der Spanier honorierte Xhakas Engagement und ernannte ihn zum stellvertretenden Kapitän - zunächst hinter Alexandre Lacazette, nun hinter Martin Ödegaard.

Ödegaard: „Er ist ein großartiger Anführer“

Der Norweger sprach zu Beginn der aktuellen Spielzeit über ihr Miteinander: „Er ist ein Freund und unser Verhältnis ist sehr eng.“ Der sechs Jahre jüngere Ödegaard verriet zudem, dass er sich viel von Xhaka abschauen würde. „Ich denke, er ist ein großartiger Spieler und großartiger Anführer.“

Nach den zuletzt erfolglosen Jahren bei den Gunners ist die Hoffnung bei den Fans groß, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren und möglicherweise an die ganz großen Zeiten anzuknüpfen. An dieser Hoffnung hat Xhaka einen großen Anteil, der in seiner aktuellen Verfassung nicht aus der Mannschaft von Trainer Arteta wegzudenken ist.