Ruben Amorim ist nicht mehr Trainer von Manchester United. Wie der Verein offiziell bekannt gab, wurde der Portugiese mit sofortiger Wirkung freigestellt.
Fix! Manchester United wirf Trainer Amorim raus
United-Beben offiziell!
Die Entscheidung folgte einen Tag nach einem verblüffenden Auftritt Amorims: Dieser hatte bei einer Pressekonferenz zu einem Rundumschlag ausgeholt, bei dem er unter anderem auch den Sportdirektor Jason Wilcox kritisierte.
Als Interimstrainer wird der ehemalige United-Profi Darren Fletcher fungieren. Der bisherige U18-Trainer werde das Team beim Spiel am Mittwoch gegen Burnley betreuen.
United trennt sich „widerwillig“ von Amorim
„Da Manchester United derzeit auf dem sechsten Platz der Premier League steht, hat die Vereinsführung widerwillig die Entscheidung getroffen, dass es an der Zeit ist, eine Veränderung vorzunehmen”, heißt es in dem Statement des Vereins noch. Dies gebe „der Mannschaft die beste Chance auf eine möglichst hohe Platzierung in der Premier League.“
Amorim hatte den Job bei den Red Devils im November 2024 angetreten. Er stand in 63 Pflichtspielen an der Seitenlinie. In der vergangenen Saison führte er den englischen Rekordmeister ins Finale der Europa League - dort setzte es aber eine Niederlage gegen Tottenham Hotspur. In der Premier League landete er gar nur auf Rang 15.
In seiner - wie nun klar ist - letzten Pressekonferenz hatte Amorim angedeutet, dass er mehr Entscheidungshoheit in Transferfragen verlange. Er sei „Manager“ des Vereins, nicht nur Trainer. Die BBC verwies darauf, dass United ihn aber tatsächlich einst als „Cheftrainer“ vorgestellt hatte.
In weiteren Medienberichten ist auch die Rede davon, dass United-Bosse Amorim einen Systemwechsel ans Herz gelegt haben sollen.
Wieder ein Ferguson-Erbe weniger
Der einstige englische Spitzenklub hat erst im Sommer über 250 Millionen Euro für Transfers ausgegeben, steht nun aber einmal mehr vor einem Neuanfang. Amorim ist der zehnte Trainer, der seit dem Abschied von Sir Alex Ferguson im Jahr 2013 versuchte, die großen Fußstapfen zu füllen.
„Another one bites the dust“, titelte der Mirror, was auf deutsch so viel heißt wie: „Wieder einer weniger“. The Sun befasste sich derweil umgehend mit der Suche nach einem Nachfolger - und nannte neben dem Spanier Xavi auch den Österreicher Oliver Glasner, der derzeit bei Crystal Palace unter Vertrag steht.