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Jetzt spricht Groß: "War sehr schwierig"

Groß erklärt BVB-Abschied

Nach seinem Wechsel vom BVB nach Brighton spricht Pascal Groß in einem Interview über die Hintergründe.
BVB-Innenverteidiger Waldemar Anton spricht im Trainingslager über den Wechsel von Pascal Groß zum Premier-League-Verein aus Brighton und, was dadurch verloren geht.
Nach seinem Wechsel vom BVB nach Brighton spricht Pascal Groß in einem Interview über die Hintergründe.

Am 1. August 2024 begann für Pascal Groß das Abenteuer Borussia Dortmund. Nach sieben Jahren beim Premier-League-Klub Brighton & Hove Albion startete der Mittelfeldspieler beim BVB ein neues Kapitel. Keine eineinhalb Jahre später sind die Schwarz-Gelben für Groß bereits wieder Vergangenheit – und die Zukunft heißt wieder Brighton.

In der Winterpause wechselte der 34-Jährige zurück zu seiner alten Liebe, nach einer schwierigen Zeit. „Natürlich ist es für einen Vollblutfußballer wie mich nie einfach, wenn man weniger spielt, als man sich vorstellt. Das war sehr schwierig in den vergangenen Monaten. Aber es waren auch gute Momente dabei, und die Lust am Fußball habe ich nie verloren“, konstatierte er im kicker-Interview.

„Natürlich freue ich mich, nun hoffentlich wieder mehr Einsatzzeiten zu haben, und hoffe, der neuen Mannschaft helfen zu können.“ Weil er unter BVB-Trainer Niko Kovac nicht mehr die gewünschten Einsatzzeiten bekam, stand für Groß schnell fest, dass eine Veränderung her muss.

WM-Einsatz als großes Ziel

„Als ich in Dortmund nicht mehr so zum Zug kam, wollte ich wieder dahin gehen, wo ich mehr Einfluss nehmen kann und öfter spiele, damit ich mich auch für die WM empfehlen kann“, so der Sportler.

„Mit Fabian (Hürzeler, Cheftrainer bei Brighton, Anm.d.Red.) war ich seit meinem Abschied immer im Austausch. Wir haben gesprochen, und gegen Ende des Jahres haben sich dann auch die Klubs geeinigt. Das war mir wichtig, im Januar bereits zu spielen und nicht erst Ende Januar zu wechseln und einen Monat zu verlieren.“

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Wichtig war und ist in diesem Zusammenhang auch der Austausch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann. „Wir waren in Kontakt, auch, als ich zuletzt nicht eingeladen war. Die genauen Inhalte bleiben unter uns, aber grundsätzlich hat er jedem klargemacht, dass Spielzeit wichtig ist. Brighton war nicht meine einzige Option, aber hier kann ich am schnellsten Fuß fassen.“

Schöne Erinnerungen an den BVB

Sein Schritt zurück nach England heißt derweil übrigens nicht, dass er die Zeit beim BVB missen möchte. „Ich habe viele tolle Kollegen getroffen, viele tolle Menschen, ich habe Champions-League-Fußball gespielt. Und vor allem die Heimspiele sind etwas ganz Besonderes, auch mit Blick auf Europa“, geriet Groß ins Schwärmen.

Und auch mit Trainer Kovac gibt es kein böses Blut. „Natürlich war ich nicht zufrieden. Aber der Fußball ist oft Meinungssache. Ein Trainer muss seine Entscheidungen treffen, ich als Spieler aber auch. Menschlich ist alles okay. Ich schaue jetzt nach vorn.“

In einer Medienrunde, an der auch SPORT1 teilnahm, äußerte sich auch Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl zu dem Transfer: „Ich habe mit Pascal in den letzten Wochen ein paar Gespräche geführt. Man hat schon gemerkt, dass er mit seiner Rolle gerade in dieser Hinserie nicht so zufrieden war.“

Man habe „dann irgendwann ein Gefühl dafür bekommen, dass er das auch sehr gerne machen möchte. Am Ende haben wir eine Lösung gefunden, die für alle Seiten zufriedenstellend ist.“

In Brighton wartet auf Groß die Zuneigung der Fans, die bei seinem Blitz-Comeback am vergangenen Samstag bereits spürbar wurde.

Brighton-Fans mit Zuneigung für Groß

„Pascal wurde bei seinem ersten Spiel mit frenetischem Applaus begrüßt. Das ist, glaube ich, auch eine Genugtuung für ihn“, meinte Kehl: „Er hat dort Großes geleistet. Er kommt in einen Klub zurück, der ihn sehr wertschätzt.“

Wertschätzung habe Groß zwar auch in Dortmund erhalten, aber eben nicht mehr in Form von Spielzeit.

Beim 2:0-Sieg von Brighton gegen Burnley wurde Groß bei jedem Ballkontakt gefeiert. Einer der „emotionalsten Momente“ seiner Karriere, wie der Deutsche befand: „Wenn man sieht, welchen Eindruck man hinterlassen hat bei den Fans, der Community, das freut mich natürlich sehr.“

Viel wichtiger aber noch: Nach einem sieglosen Dezember konnte sich das Team endlich wieder über drei Punkte freuen.