Vor wenigen Monaten galt Harvey Elliott noch als Ex-Wunderkind mit großer Premier-League-Zukunft - mittlerweile ist er in der Sackgasse gelandet und sucht den Ausweg.
Ausweg für einen Transfer-Flop?
Ausweg für einen Transfer-Flop?
Seit Mitte Oktober stand der 22-Jährige nicht mehr im Kader von Aston Villa für die Premier League. Zwar schafft er es in der Europa League noch gelegentlich in den Spieltagskader, Einsatzzeit bekommt er dort jedoch ebenfalls nicht.
Elliott-Transfer zu Aston Villa wird zum Flop
Kurz vor Transferschluss am 1. September war der Engländer auf den letzten Drücker vom Liverpool an Liga-Konkurrent Aston Villa verliehen worden. Die Leihe entwickelte sich jedoch schnell zum Flop.
Spielpraxis blieb aus, eine klare Perspektive ist auch jetzt nicht erkennbar – und auch die mittelfristige Zukunft ist mehr als fraglich.
Klare Ansage von Emery
Aston Villa-Trainer Unai Emery äußerte sich vor kurzem, offen zur Situation des Engländers. „Hoffentlich finden wir eine Lösung für ihn, damit er versuchen kann, konstant zu spielen und seine Karriere bei uns fortzusetzen oder auch nicht“, erklärt der Spanier. Emery betont zudem: „Ich habe zwei- oder dreimal mit ihm über die Situation gesprochen. Er ist ein Leihspieler bei uns – aber er wird definitiv keinen festen Vertrag bei uns bekommen.“
Eine Aussage, die Elliotts schwierige Lage unmissverständlich unterstreicht. In der Leihvereinbarung ist festgelegt, dass Aston Villa zum Kauf verpflichtet wäre, sollte Elliott auf zehn Pflichtspiel-Einsätze kommen. Die Ablösesumme läge bei 35 Millionen Pfund (rund 40 Millionen Euro). Angesichts der ausbleibenden Spielzeit gilt dieses Szenario jedoch als praktisch ausgeschlossen - auch deshalb wurde bereits spekuliert, ob er von Emery bewusst nicht eingesetzt wird.
Europa-Optionen blockiert - MLS der letzte Ausweg?
Ein schneller Tapetenwechsel innerhalb Europas ist für Elliott nicht möglich. Da er in dieser Saison bereits für zwei Klubs gespielt hat, sind weitere europäische Stationen ausgeschlossen, da man nicht innerhalb von einer Saison bei drei unterschiedlichen Mannschaften spielen darf. Die Optionen schrumpfen – und mit ihnen auch die Chance auf dringend benötigte Spielzeit.
Genau deshalb rückt ein Wechsel in die MLS immer näher. Transfer-Experte Fabrizio Romano bringt die US-Liga als realistische Alternative ins Spiel, unter anderem mit Blick auf Charlotte FC. Ein Engagement in Nordamerika könnte Elliott sofortige Spielpraxis und einen Neustart ermöglichen.
Ob die MLS tatsächlich zur letzten Ausfahrt wird, ist offen. Klar ist jedoch: Elliott steht an einem entscheidenden Punkt seiner Karriere – und die Aussagen seines Trainers machen deutlich, wie ernst die Lage bei Aston Villa ist.