Schock-Szene und Zoff im Premier-League-Topspiel zwischen dem FC Arsenal und dem FC Liverpool (0:0).
Riesen-Zoff im Premier-League-Kracher: "Das ist absolut skandalös!"
Riesen-Zoff im englischen Kracher!
Conor Bradley von den Reds rutschte in der vierten Minute der Nachspielzeit unglücklich weg und schien sich dabei das linke Knie verdreht zu haben. Mit schmerzverzerrtem Gesicht blieb der Nordire zunächst am Boden liegen und hielt sich das Knie.
Üble Szene: Martinelli schubst verletzten Bradley
Dann die Aufreger-Szene: Arsenals Gabriel Martinelli wollte offensichtlich, dass die Partie möglichst schnell wieder fortgesetzt wird, und schubste den am Boden liegenden Bradley ins Seitenaus.
England-Legende Gary Neville fand daraufhin als Co-Kommentator bei Sky UK deutliche Worte: „Man kann ihn nicht so vom Platz schubsen, das geht nicht“, sagte Neville, bevor er Martinelli als „Idioten“ bezeichnete.
Der Experte forderte außerdem, der Brasilianer solle sich bei Bradley entschuldigen: „Ich bin stinksauer auf Martinelli. Ich verstehe nicht, warum kein Liverpool-Spieler ihn umgehauen hat und dafür eine Rote Karte kassiert hat. Das ist absolut skandalös.“
Der ehemalige Manchester-United-Profi Roy Keane merkte an: „Das hat mir nicht gefallen. (...) Ich finde dieses Verhalten absolut skandalös. Keine schönen Szenen. Hoffentlich entschuldigt sich Martinelli dafür.“
Martinelli? „Das gehört sich nicht“
Auch der deutsche Sky-Experte Shkodran Mustafi vertrat eine klare Meinung. „Das gehört sich nicht. Besonders in dem Fall, wenn es eine schlimme Verletzung sein könnte“, sagte der ehemalige Nationalspieler bei Sky zu der Szene.
Der gescholtene Arsenal-Star entschuldigte sich nach der Partie schnell. Wie er bei Instagram mitteilte, habe er Kontakt zu Bradley aufgenommen „und ich habe mich entschuldigt. Ich habe im Eifer des Gefechts nicht erkannt, dass er ernsthaft verletzt war.“
Martinelli weiter: „Ich will sagen, dass mir meine Reaktion zutiefst leid tut“. Abschließend wünschte er seinem Gegenspieler, der das Stadion auf Krücken verließ, eine schnelle Genesung.
Nach dem Schubser kam es zu einer Rudelbildung, Martinelli und Liverpools Ibrahima Konaté sahen letztlich von Schiedsrichter Anthony Taylor die Gelbe Karte.
Unglücksrabe Bradley musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden und hielt sich die Hände vors Gesicht. Für ihn kam Joe Gomez in die Partie.
Bradley? „Er hatte einfach so starke Schmerzen...“
Teamkollege Dominik Szoboszlai bewertete die Szene wie folgt: „Ich habe gesehen, dass Conor sich das Knie verdreht hat. Ich weiß nicht, was mit ihm passiert ist, aber offensichtlich wollte er nicht zurück auf den Platz, um Zeit zu schinden. Er hatte einfach so starke Schmerzen, dass er nicht einmal mehr denken konnte, wo er hingefallen war, und Gabriel kam und schob ihn vom Platz.“
Szoboszlai merkte an: „Ich verstehe, dass Sie gewinnen wollen. Wir wollen auch gewinnen. Aber ich denke, die Gesundheit eines Spielers ist viel wichtiger als alles andere.“
Arsenal-Coach Mikel Arteta nahm seinen Spieler in Schutz. „Wie ich Gabi kenne, hat er keinerlei böse Absichten. Ich weiß nicht, was mit Conor passiert ist, aber hoffentlich ist es nichts Schlimmes. Aber ganz offensichtlich hat Gabi nicht die Absicht, ihm etwas Böses anzutun.“
LFC-Trainer Arne Slot sagte im Nachgang: „Ich befürchte das Schlimmste für Conor Bradley.“ Es sei nie schön, wenn ein Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden muss.
Premier League: Keine Tore im Regen von London
Anschließend wurde die Partie noch für einen kurzen Moment wieder angepfiffen, es blieb aber beim 0:0. Während Arsenal die erste Halbzeit dominierte, war Liverpool im zweiten Durchgang über weite Strecken das bessere Team.
Im Londoner Dauerregen fielen am Donnerstag also keine Tore. Der rutschige Untergrund könnte aber bei der Verletzung von Bradley eine maßgebliche Rolle gespielt haben.
Wirtz wirbelt - Havertz nicht im Kader
DFB-Star Florian Wirtz ging für Liverpool über die volle Distanz und forderte in der 48. Minute vehement Elfmeter. In der zweiten Halbzeit wurde Wirtz immer aktiver, sorgte oftmals für Torgefahr, für einen Scorerpunkt reichte es aber nicht.