In England ist die Debatte um den VAR neu entfacht. Grund dafür war eine Situation aus dem Premier-League-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Manchester City am Sonntagabend.
Premier League: VAR-Entscheidung sorgt in England für mächtig Ärger
Große VAR-Debatte in England
Bei einem Konter der Gäste zog Dominik Szoboszlai den heranstürmenden Erling Haaland am Trikot, der einen Schuss von Rayan Cherki auf das verwaiste Tor des LFC verfolgte. Der Ball rollte schließlich auch ins Tor, aber der VAR schaltete sich ein.
Premier League: Legende schießt gegen VAR
Nach einem sehr ausgiebigen Check entschied Schiedsrichter Craig Pawson, Szoboszlai mit glatt Rot vom Platz zu stellen und das Tor von City zurückzunehmen.
Nicht nur der Liverpool-Profi hatte dafür nur ein Lächeln übrig. Auch TV-Experte Gary Neville konnte es nicht fassen. „Ich verstehe das einfach nicht. Kein Schiedsrichter sollte dieses Tor aberkennen. Lasst das Tor doch einfach gelten.“
Neville, der als Co-Kommentator für Sky Sports tätig ist, meinte, dass „diese Entscheidung einen der Höhepunkte der Saison zunichte gemacht und denjenigen Munition geliefert habe, die der Meinung sind, dass VAR den Fußball ruiniert“.
Neville abschließend: „Es fühlte sich einfach wie ein goldener Moment an, der dem Spiel genommen wurde.“
Haaland: „Gib einfach das Tor“
Derweil litt Haaland mit Szoboszlai: „Natürlich musste der Schiedsrichter die Regeln befolgen, aber dadurch wird er für drei Spiele gesperrt. Letztendlich tut er mir leid, weil er drei Spiele aussetzen muss.“
„Gib einfach das Tor, gib keine rote Karte. So einfach ist das“, sagte Haaland, der mit einem Elfmeter in der Nachspielzeit die Partie zu Gunsten der Skyblues (2:1) entschied und so den Abstand zu Spitzenreiter FC Arsenal wieder auf sechs Punkte verkürzte.
City-Trainer Pep Guardiola stimmte der Meinung von Haaland zu: „Wir haben das Spiel gewonnen und jetzt kann Szoboszlai nicht spielen. Ich weiß, dass er ihn gezogen hat, aber es gibt viele solcher Situationen in einem Spiel, bei denen der Schiedsrichter sagt: ‚Weiter spielen, weiter spielen, weiter spielen‘.“
„In diesem Land, in dieser Liga war das schon immer so. Also, gib das Tor, Szoboszlai kann spielen und wir sind glücklich“, sagte Guardiola.