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Warum Rollins Lesnar ablösen sollte

Warum Rollins Lesnar ablösen sollte

WWE-Star Seth Rollins hat sich in den vergangenen Monaten zum MVP der Wrestling-Liga entwickelt - und drängt sich als Nachfolger für Brock Lesnar auf.
Seth Rollins amtiert seit WrestleMania 34 als WWE Intercontinental Champion
Seth Rollins amtiert seit WrestleMania 34 als WWE Intercontinental Champion
© WWE 2018 All Rights Reserved
Martin Hoffmann
Martin Hoffmann

Warum ist eigentlich Roman Reigns die Nummer 1 in der WWE-Hierarchie - und warum nicht Seth Rollins?

Es ist eine Frage, die Wrestling-Fans nicht erst seit kurzem beschäftigt. Und SPORT1 hat sie deshalb auch schon im vergangenem Jahr dem Mann gestellt, den sie mit am meisten beschäftigen dürfte.

"Wer sagt denn, dass Roman die Nummer 1 ist?", fragte Seth Rollins damals mit einem vielsagenden Lächeln zurück.

Tja, wer sagt das eigentlich? Einerseits dürfte die Antwort auf diese Frage auch Rollins bekannt sein. Andererseits stellt sich mittlerweile mehr denn je die Frage, ob diese Person mit ihrer Antwort richtig liegt.

Großer Lauf bei WWE RAW

Es ist ein offenes Geheimnis, dass WWE-Boss Vince McMahon Roman Reigns zu dem Mann auserkoren hat, um den er die Liga aufbauen will, gegen den Widerstand großer Teile der Fanbasis (SPORT1 erklärt: So funktioniert die Showkampf-Liga WWE).

McMahon sah und sieht in Reigns das größte Vermarktungspotenzial unter den jüngeren WWE-Stars - nicht zuletzt deshalb, weil er Muskelpakete wie Reigns (120 kg) im Zweifel immer etwas mehr Massenwirkung zutraut als schmaleren Typen wie Rollins (103 kg).

Diese Woche, bei der jüngsten Ausgabe der TV-Show Monday Night RAW, war nicht viel davon zu spüren: In einem Tag-Team-Match mit Reigns kassierte Rollins deutlich mehr Jubel als sein umstrittener Partner - wie so oft in den vergangenen Monaten.

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Während Reigns zuletzt aber durch seine missratenen Fehden gegen Brock Lesnar und Samoa Joe wieder tiefer in die Legitimationskrise gerutscht ist, hat sein alter Kollege aus der Gruppierung "The Shield" einen absoluten Lauf. Einen Lauf, mit dem sich der "Kingslayer" endgültig aus dem eigenen Tief befreit hat, in das er vor drei Jahren geraten war.

Seth Rollins litt unter kreativer Fehlentscheidung

Auch sein Comeback lief nicht optimal: WWE entschied sich, Rollins - trotz eines lauten Jubelsturms, den es bei seiner Rückkehr gab - weiter als Heel einzusetzen, als Bösewicht.

Rollins soll dies als schweren Fehler gesehen haben, es erwies sich auch als solcher. Zwar machte die Promotion ihn bald darauf dann doch zum Babyface, zum Guten. Aber die kreativen Wirren hinterließen Spuren: Es dauerte eine Weile, bis Rollins wieder dieselben Publikumsreaktionen erntete wie bei seinem Comeback.

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Gegenentwurf zu Brock Lesnar

Im SPORT1-Gespräch vermied der 31-Jährige dennoch Kritik an den Kreativen: "Roman hatte durch meine Verletzung fast ein Jahr Zeit mehr als ich, sich zu etablieren. Wir werden sehen, wie es ab jetzt weitergeht." 

Tatsächlich haben sich die Dinge seitdem prächtig entwickelt: Der Intercontinental Champion liefert Top-Matches am laufenden Band, besticht mit sensationeller Athletik und einem innovativen, deutlich von seiner Independent-Vergangenheit geprägten Spektakel-Stil.

Auch seine Präsentation als kämpferischer Gegenentwurf zum seit über einem Jahr regierenden, aber nur in Teilzeit antretenden Universal Champion Brock Lesnar funktioniert. Ein Champion-gegen-Champion-Match in naher Zukunft soll geplant sein.

Bald auch Universal Champion?

WWE hätte gute Gründe, Rollins den prestigeträchtigen Sieg über Lesnar zu geben. 

Lesnar verabschiedet sich womöglich in naher Zukunft wieder zur MMA-Liga UFC. Reigns ist nach der heillos verhunzten Rivalität mit Lesnar eigentlich kaum noch als dessen unmittelbarer Nachfolger vermittelbar.

Und der Hüne Braun Strowman, der von WWE ebenfalls als Topstar in Stellung gebracht wird, ist zwar ein enorm begabter Big Man - aber noch auf die Hilfe erfahrenerer Gegner angewiesen, um ein richtig gutes Match auf die Beine zu stellen.

WWE Monday Night RAW 1993 - 2018: 100 Highlights in Bildern
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Shawn Michaels bei einem frühen WWE-Match 1993 gegen Max Moon
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Schon einmal der lachende Dritte

Rollins ist das nicht, wie er zur Genüge bewiesen hat, auch schon in seiner ersten WWE-Titel-Regentschaft als böser, von den WWE-Bossen gehätschelter "Architect" im Jahr 2015.

Damals profitierte er übrigens davon, dass große Teile der WWE-Fans gegen Reigns rebellierten, der bei WrestleMania 31 eigentlich mit einem Sieg über Lesnar hätte Champion werden sollen. Als Reaktion darauf entschied sich die Liga für einen Drehbuch-Twist, Rollins durfte mit seinem Money-in-the-Bank-Koffer in das Match eingreifen und der lachende Dritte sein.

Die Geschichte könnte sich wiederholen.