Warum Ripley bei WWE durchstartet

Warum Ripley bei WWE durchstartet

Nur wenige Wochen nach ihrer Beförderung zu RAW krönt sich Rhea Ripley bei WrestleMania 37 zum Champion. Die 24-Jährige gilt als Ausnahmetalent.
Bei der Talente-Show NXT TakeOver greift WWE-Topstar Charlotte Flair ein. Die Royal-Rumble-Siegerin macht ihr WrestleMania-Duell offiziell.
Hier attackiert Charlotte Flair ihre WrestleMania-Gegnerin
02:03
Martin Hoffmann
von M. Hoffmann
am 13. Apr

Bei WrestleMania 36 durfte sie sich schon einem größeren Publikum präsentieren, nun hat sie sich endgültig auf der WWE-Bühne etabliert.

Nur drei Wochen nach ihrer offiziellen Hauptkader-Berufung hat sich Rhea Ripley mit einem Sieg über Asuka bei der Megashow WrestleMania 37 zum Damenchampion der Montagsshow Monday Night RAW gekrönt.

Was steckt hinter dem schnellen Aufstieg der 24-Jährigen?

WWE beförderte Rhea Ripley erst kürzlich zu RAW

Die Australierin (bürgerlich: Demi Bennett, geboren am 11. Oktober 1996 in Adelaide) war 2017 von WWE verpflichtet worden und debütierte im ersten, von Kairi Sane gewonnenen Mae-Young-Classic-Turnier. In den vergangenen Jahren hatte sie dann zunächst im Europakader NXT UK, dann bei NXT eine immer größere Rolle eingenommen und auch schon mehrfach bei Hauptkader-Veranstaltungen mitgemischt.

Die 1,71 Meter große Ripley nahm am Royal Rumble 2019 teil und war danach auch beteiligt an der NXT-Invasion rund um die Survivor Series. Ihr erfolgreiches Jahr 2019 krönte sie schließlich mit dem Gewinn des NXT-Damentitels gegen Shayna Baszler.

In einer überraschenden und unüblichen Story-Wendung setzte WWE dann ein WrestleMania-Match Ripleys gegen den weiblichen Topstar Charlotte Flair an, die ihren Rumble-Sieg 2020 einlöste, um Ripley um deren Titel herauszufordern.

Beobachter rechneten damit, dass das Szenario dazu diente, Ripley mit einem großen Sieg im Hauptkader zu etablieren, stattdessen jedoch gewann Flair und Ripley verblieb im NXT-Kader, es sollte dann auch nicht Ripley sein, die den Titel von Flair zu NXT zurückholte, sondern die Japanerin Io Shirai. Es gab Berichte, dass Visaprobleme Ripleys der Grund für den seltsamen Verlauf der Story waren.

"Eine Mischung aus Beth Phoenix und Paige"

Nachdem Ripley ihren NXT-Run mit einer letzten großen Fehde gegen die frisch zum Champion beförderte Raquel Gonzalez beschloss, nahm WWE einen neuen Anlauf: Ripley nahm 2021 am Royal Rumble teil und wurde dort groß präsentiert. Hinter Bianca Belair - die am ersten WrestleMania-Tag gegen Sasha Banks zum Damenchampion von SmackDown aufstieg - wurde sie knappe zweite Siegerin.

Warum Ripley so viel Vertrauen genießt? Sie hat sich bei NXT als herausragende Performerin empfohlen! Schon im vergangenen Jahr sang auch Ringveteranin Natalya in einem Interview mit SPORT1 einen großes Loblied auf sie.

"Sie ist eine Mischung aus meiner guten Freundin Beth Phoenix und Paige. Sie hat die Ecken und Kanten von Paige und zugleich die irre Muskelkraft von Beth", umschrieb die Nichte von Bret "The Hitman" Hart Ripleys Qualitäten: "Das Selling von Rhea - also die Art und Weise, wie sie die Wirkung der gegnerischen Aktionen verkauft und hervorhebt - ist Wahnsinn. Wie sie das Geschehen im Ring herüberbringt und alle Arten von Emotionen beim Publikum zu wecken weiß: Da ist sie wirklich ganz weit vorn."