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Felix Streng und Johannes Floors verärgert über Bedingungen bei Para-WM

Para-WM sorgt für Ärger

Derzeit findet in Paris die Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt. Zwei deutsche Sprinter beschweren sich nun über die WM-Bedingungen für Sprinter mit Prothesen.
Alica Schmidt macht bei den Deutschen Meisterschaften sportlich auf sich aufmerksam. Währenddessen ist das Thema Doping aktuell wieder en vogue in der Leichtathletik, zum Leidwesen von Schmidt.
Derzeit findet in Paris die Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt. Zwei deutsche Sprinter beschweren sich nun über die WM-Bedingungen für Sprinter mit Prothesen.

In der französischen Hauptstadt Paris findet aktuell die Para-Leichtathletik-Weltmeisterschaft statt. Für die beiden Paralympicssieger Felix Streng und Johannes Floors haben die Bedingungen für Prothesen-Sprinter allerdings kein WM-Niveau.

Nach dem Halbfinale ließen die beiden ihrem Ärger freien Lauf. „Das ist ein No-Go für eine WM, dass die Startblöcke wegrutschen“, sagte Streng, und Floors legte nach: „Das darf keine Ausrede sein, aber um ehrlich zu sein, gibt es noch mehr als nur die Startblöcke, das hier nicht in Ordnung ist.“

Im Stade Charléty haben zuvor schon einige Diamond-League-Rennen stattgefunden, weshalb die beiden Sprinter noch weniger Verständnis für die Situation haben. „Deshalb bin ich der Meinung, dass man es besser machen kann. Ich kenne jedenfalls keinen Wettkampf, bei dem die IAAF diese Startblöcke durchgehen lassen würde“, sagte Floors.

Laut Floors müsse man außerdem als Athlet im Anschluss an den Wettkampf über einen Teppich laufen, der die Spikes an den Schuhen der Sprinter zerstöre, obwohl einen Tag später noch das entscheidende Rennen um die Medaillen anstehe.

„Eigentlich hätte es weitergehen müssen“

Auch über die Wiederholung des Startes in seinem Rennen, kann Streng nur den Kopfschütteln. Der 28-Jährige sagte: „Eigentlich hätte es weitergehen müssen. Das ist nicht die Regel, dass wir zurückgeschossen werden, weil einer wegrutscht. Ich hoffe, dass sich das bis morgen ändert. Da geht es um die Medaillen, da bringen die Athleten nochmal einen ganz anderen Druck auf den Block.“

Im anstehenden Finale am Mittwochabend müssen die Bedingungen stimmen.

Streng, der 2021 Paralympicsssieger im 100-Meter-Sprint wurde, war im Halbfinale drittschnellster Athlet mit 10,76 Sekunden. Floors, der bei den Paralympics 2021 über 400 Meter Gold holte, erreichte das Ziel nach 10,92 Sekunden.