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"Es tut weh": Frust-Statement von deutschem Medaillengewinner

Bronze-Gewinner offenbart Frust

Karl Bebendorf gewinnt bei der EM in Birmingham Bronze – doch Freude will beim deutschen Hindernisläufer nicht aufkommen. Einen Tag später macht er öffentlich, wie tief ihn das Ergebnis trifft.
Julia Ulbricht hat sich im Speerwerfen sensationell die Silber-Medaille gesichert und für die wohl größte Überraschung des Abends bei der Leichtathletik-EM gesorgt. Gold gab es für Frederik Ruppert im 3000-Meter-Hürdenlauf.
Karl Bebendorf gewinnt bei der EM in Birmingham Bronze – doch Freude will beim deutschen Hindernisläufer nicht aufkommen. Einen Tag später macht er öffentlich, wie tief ihn das Ergebnis trifft.

Karl Bebendorf hat sich einen Tag nach seinem Bronze-Rennen bei der Leichtathletik-EM in Birmingham mit überraschend bitteren Worten an seine Fans gewandt. „Ich bin ehrlich mit euch: So viel Enttäuschung habe ich seit langem nicht verspürt“, schrieb der deutsche Hindernisläufer auf Instagram.

Ein Jahr lang habe er hart gearbeitet und eine Vorbereitung erlebt, die „nahezu perfekt“ verlaufen sei. „Alles nach Plan, alles auf diesen einen Tag ausgerichtet. Und am Ende steht ein Ergebnis, das das nicht widerspiegelt“, erklärte Bebendorf.

„Ich stehe morgens auf, um der Beste zu sein“

Der 3000-Meter-Hindernisläufer machte deutlich, dass ihm ein Platz auf dem Podest inzwischen nicht mehr genügt. „Meine Ambitionen haben sich verändert. Ich bin nicht mehr da, um dabei zu sein oder auf der Stelle stehen zu bleiben“, schrieb er und wurde noch deutlicher: „Ich stehe morgens auf, um der Beste zu sein. Nicht, um um Bronze zu laufen.“

Besonders schmerze ihn, seinem Team nicht den erhofften Erfolg zurückgegeben zu haben. An seinen eigenen Möglichkeiten zweifelt Bebendorf trotz der Enttäuschung nicht: „Mein Körper ist in der Verfassung, Großes zu erreichen. Ich spüre das in jeder Einheit.“

Im Finale am Sonntag hatte sich Topfavorit Frederik Ruppert in 8:25,33 Minuten den Europameistertitel gesichert. Silber ging an den Luxemburger Ruben Querinjean, Bebendorf lief mit einem starken Finish in 8:26,65 Minuten auf Rang drei. Bereits bei der EM 2024 in Rom hatte der Deutsche Bronze gewonnen.

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Bebendorf kündigt Angriff an

Bebendorf war mit hohen Erwartungen nach Birmingham gereist. Mit seinen 8:05,55 Minuten stand er vor der EM hinter Ruppert auf Rang zwei der europäischen Jahresbestenliste.

Aus der Enttäuschung will er nun neue Motivation ziehen. „Was mir bleibt, ist Bronze und ein Feuer, das größer ist als vorher“, schrieb Bebendorf und richtete den Blick bereits auf die kommenden Aufgaben: „Die Saison ist noch lange nicht vorbei.“ Seine Botschaft zum Abschluss: „Der Tag wird kommen. Versprochen.“