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Leichtathletik-WM 2023: Deutsches Fiasko perfekt! Historisches Horror-Szenario wird Realität

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Leichtathletik-WM 2023: Deutsches Fiasko perfekt! Historisches Horror-Szenario wird Realität

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Deutsches Fiasko perfekt!

Speerwerfer Julian Weber geht bei der Weltmeisterschaft in Budapest leer aus. Damit fährt das deutsche Leichtathletik-Team ohne eine einzige Medaille nach Hause.
Speerwerfer Julian Weber verpasst anvisierte Medaille
Speerwerfer Julian Weber verpasst anvisierte Medaille
© Imago
SPORT1
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von SPORT1

Das Debakel ist perfekt - auch die letzte deutsche Medaillenchance bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Budapest hat sich zerschlagen. Hoffnungsträger Julian Weber kam im Speerwurf nicht über den undankbaren Rang vier hinaus. Das Horror-Szenario ist jetzt Realität: Erstmals in der Geschichte holte das deutsche Team nicht eine einzige Medaille.

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Lange Zeit durfte Weber zwar mit einem Wurf auf 85,79 Meter liebäugeln, dass es für Edelmetall reicht. Doch letztlich überflügelte Jakub Vadlejch aus Tschechien den Deutschen und schob sich noch auf den dritten Rang.

„Ich weiss gar nicht genau, was heute los war. Ich habe alles reingelegt, alles gegeben - es wollte einfach nicht weiter fliegen“, sagte Weber anschließend im ZDF-Interview und fügte hinzu: „Ich hätte die Medaille gerne geholt, ich weiss, dass ich das drauf gehabt hätte. Es wollte aber heute einfach nicht sein, das tut mir mega leid und ärgert mich sehr.“

Olympiasieger Chopra holt auch den WM-Titel

In der anschließenden Medienrunde beschrieb Weber, woran es aus seiner Sicht gelegen hat. „Mir hat das Feeling gefehlt, genau wie in der Quali. Die Abwurflinie ist so weit weg vom Rasen – das fühlt sich einfach so an, als würde man in der Mitte vom Tartan abwerfen. Das ist für mich einfach Horror. Ich habe versucht, den Kopf auszuschalten und gar nicht dahin zu gucken, das hat aber nicht so funktioniert.“

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Die Goldmedaille sicherte sich der Inder Neeraj Chopra mit 88,17 Metern, die er bereits im zweiten Versuch warf. Dabei jubelte der Olympiasieger schon aufreizend und drehte sich weg, als der Speer gerade erst die Hand verlassen hatte. Auf Platz zwei landete Arshad Nadeem aus Pakistan (87,82 Meter).

Schon die Qualifikation war für Weber nicht ganz wie erhofft gelaufen. Dort hatte er allerdings auch nicht mit seinem eigenen Speer werfen können, da dieser wegen Transportproblemen nicht rechtzeitig in Ungarn eingetroffen war. Der gebürtige Mainzer erreichte daher nur eine Weite von 82,39 Metern, während Titelverteidiger Anderson Peters aus Grenada sogar vorzeitig ausschied.