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De Vries triumphiert - Drama um Mortara

De Vries triumphiert - Drama um Mortara

In einem turbulenten letzten Saisonrennen sichert sich Nyck de Vries den Weltmeistertitel in der Formel E. Ein Crash vor dem Start beendet alle Titelträume von Edoardo Mortara und Mitch Evans.
René Rast spricht im AvD Motor & Sport Magazin über die neue Rennserie Formel E. Der frühere DTM-Pilot erklärt, dass die neue Rennserie ganz anders ist als die gewohnten.
SID
von SID
am 15. Aug

Nyck de Vries ist erster Weltmeister in der Geschichte der Formel E.

Dem Niederländer reichte im 15. und letzten Saisonrennen in Berlin ein achter Platz zum Titelgewinn, der Mercedes-Pilot verteidigte trotz Rang 13 in der Qualifikation seine Führung im Gesamtklassement erfolgreich. In ihrer siebten Saison wurde die Elektro-Rennserie erstmals offiziell als Weltmeisterschaft ausgetragen.

Weltmeister de Vries “fehlen die Worte”

"Mir fehlen die Worte", sagte de Vries, der auch vom Ausfall mehrerer Kontrahenten profitierte: "Es war einer Saison mit vielen Höhe- und Tiefpunkten. Wir sind ein unglaubliches Rennen gefahren. Am Ende wollte ich es nur noch nach Hause bringen."

Der Sieg ging auf dem Gelände des stillgelegten Flughafen Tempelhof erstmals in dieser Saison an den Franzosen Norman Nato (Venturi), Oliver Rowland (Großbritannien/Nissan) wurde Zweiter vor de Vries' Teamkollegen Stoffel Vandoorne (Belgien). Andre Lotterer (Duisburg/Porsche) verpasste das Podium als Vierter knapp.

Unfall vor dem Start beendet Mortaras und Evans Titelträume

Gesamtzweiter wurde Edoardo Mortara (Schweiz/Venturi) vor Jake Dennis (Großbritannien/BMW-Andretti). Als bester Deutscher belegte der früherer Formel-1-Pilot Pascal Wehrlein (Sigmaringen/Porsche) Rang elf. Mercedes gewann neben der Fahrer- auch die Teamwertung.

Edoardo Mortara schied noch vor dem Start aus
Edoardo Mortara schied noch vor dem Start aus

Unmittelbar nach dem Start hatte ein schwerer Unfall für eine fast halbstündige Unterbrechung und das Aus zweier Titelkandidaten gesorgt. Das Auto des Neuseeländers Mitch Evans (Jaguar), der nach Rang drei in der Qualifikation beste Titelchancen hatte, blieb einfach stehen. Mortara konnte nicht mehr ausweichen und crashte in den Wagen. Beide Fahrer blieben unverletzt, mussten aber ihre WM-Hoffnungen begraben.

“Der psychische Schmerz ist größer als der physische”, sagte Evans bei Sat.1: “Ich bin etwas geschockt, dass es vorbei ist, bevor es überhaupt losging.” Rookie Dennis schied kurz nach dem Restart wegen eines Fahrfehlers ebenfalls aus.

Den 14. WM-Lauf, der am Samstag ebenfalls in Berlin ausgetragen wurde, hatte Ex-Meister Lucas di Grassi im Audi vor Mortara und Evans gewonnen. Für Audi war Berlin die Abschiedsvorstellung, der Hersteller steigt aus.