Anzeige

Der Formel-1-Playboy wird 70

Der Formel-1-Playboy wird 70

Flavio Briatore war über viele Jahre einer der Strippenzieher der Formel 1. Zu seinem Jubiläum muss der Milliardär seine Partylust zügeln und ungewohnt klein feiern.
Flavio Briatore (r.) war in den 2000ern mit Heidi Klum liiert
Flavio Briatore (r.) war in den 2000ern mit Heidi Klum liiert
© Imago
Sportinformationsdienst
von Sportinformationsdienst
12.04.2020 | 17:04 Uhr

Seinen 70. Geburtstag am Ostersonntag feiert Flavio Briatore in ungewohnter Ruhe und Beschaulichkeit. Der langjährige Formel-1-Manager, Unternehmer und Lebemann wird wegen der Coronakrise keine seiner legendären Partys auf Sardinien organisieren.

Am Donnerstag wird es ernst für Mercedes. Dann muss sich das Team um Nico Rosberg vor dem International Tribunal des Weltverbandes FIA wegen der Testaffäre verantworten. Den Silberpfeilen und Pirelli wird vorgeworfen, illegal Reifen getestet zu haben. Die Affäre ist aber längst nicht der erste und der größte Skandal in der Formel 1. SPORT1 blickt zurück
1973: Nach einem Reifenplatzer prallt der Brite Roger Williamson in Zandvoort gegen die Leitplanken, sein March fängt Feuer. Die Streckenposten stehen in kurzen Hosen und Hemden hilflos daneben, trauen sich nicht zu löschen. Williamson verbrennt in seinem Auto. Die Verantwortlichen für das Sicherheitschaos werden nicht bestraft
1984: Das Team Tyrell füllt jeweils vor Rennende große Menge Wasser in den Tank, um wieder auf das Minimalgewicht zu kommen.  Da im Wasser ein hoher Blei-Anteil gefunden wird, macht das Gerücht die Runde, das Team habe verbotenerweise Bleikügelchen in den Tank gefüllt. Tyrell wird rückwirkend von der Saison ausgeschlossen
1989: Beim Japan-GP kommt es zum Crash zwischen den beiden McLaren-Honda-Piloten Ayrton Senna und Alain Prost. Während für den Franzosen das Rennen beendet ist, kämpft sich der Brasilianer zurück und gewinnt. Doch er wird für die Kollision verantwortlich gemacht und disqualifiziert - eine krasse Fehlentscheidung zu Gunsten von Prost
+14
Formel 1: Die größten Skandale

Stattdessen wird es familiär zugehen in seinem Luxusappartment in Monte Carlo, wo sich sein zehnjähriger Sohn Nathan Falco und seine Ex-Ehefrau Elisabetta Gregoraci angesagt haben.

Weltmeister mit Schumacher und Alonso

Briatore kann besonders in der Formel 1 auf ein bewegtes Leben zurückschauen. 1991 holte er einen gewissen Michael Schumacher nach dessen erstem Rennen zu seinem Benetton-Rennstall und feierte mit dem Deutschen 1994 und 1995 den WM-Titel.

Jetzt aktuelle Fanartikel zur Formel 1 kaufen - hier geht's zum Shop | ANZEIGE 

2005 und 2006 wiederholte Briatore den Coup bei Renault mit dem Spanier Fernando Alonso. Nicht wenige prophezeiten dem schillernden Strippenzieher den Aufstieg zum Chef der Königsklasse.

Formel-1-Chef? Briatore nach Unfall-Anweisung eine Persona non grata

Briatores große Zeit in der Formel 1 endete allerdings jäh aufgrund der "Crashgate"-Affäre.

Sein damaliger Renault-Schützling Nelson Piquet jr. fabrizierte beim Großen Preis von Singapur 2008 einen absichtlichen Unfall - offensichtlich auf Anweisung seines Teamchefs Briatore - damit Renault-Star Alonso den Sieg abstauben konnte. Daraufhin war Briatore in der Formel 1 eine Persona non grata.

Briatore ist Playboy geblieben - Topmodels wie Campbell und Heidi Klum an seiner Seite

Der Lebemann blieb aber auch abseits des Motorsports dick im Geschäft. Briatore gehört das Luxuslabel "Billionaire Couture", der "Billionaire's Club", eine Diskothek auf Sardinien, dazu der Club "Twiga" in Monte Carlo und mehrere Restaurants und Bars.

Fast immer an der Seite des stets braungebrannten Playboys: schöne Frauen. Briatore war mit den Topmodels Naomi Campbell und Heidi Klum liiert, mit der Deutschen hat er die 2004 geborene Tochter Leni. Von Juni 2008 bis 2017 war der Milliardär mit dem 30 Jahre jüngeren Showgirl Elisabetta Gregoraci verheiratet.

Seine neueste Flamme ist sogar fast 50 Jahre jünger als er.