Marko legt im Mercedes-Zoff nach

Marko legt im Mercedes-Zoff nach

Zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen kommt es in Silverstone zu einem üblen Crash. Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko spricht über mögliche Konsequenzen.
In der Formel 1 eskaliert die Situation zwischen Red Bull und Mercedes. In Silverstone kam es schon in der ersten Runde zu einer folgenschweren Kollision zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen.
Hamilton-Manöver: "Eher clever als unfair"
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Alexandra Müller
von A. Müller
am 20. Juli

Der Crash zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen in Silverstone hat für mächtig Aufregung gesorgt. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

Der Vater des Red-Bull-Piloten, der sich nach seinem brutalen Aufprall beim Großbritannien-GP bis in die Nacht im Krankenhaus medizinischen Untersuchungen unterziehen musste, ärgerte sich über den WM-Widersacher seines Sohnes. Auch der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone schaltete sich ein und gab Hamilton die Schuld an dem noch glimpflich verlaufenen Highspeed-Unfall. (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

Marko: „Hamilton wäre nie um die Kurve gekommen“

Am schärfsten verurteilt hatte Hamiltons Aktion nur wenige Minuten danach Dr. Helmut Marko, der sogar eine Sperre gegen den Mercedes-Piloten gefordert hatte. Auch zwei Tage danach ist der Ärger noch längst nicht verflogen. „Hamilton wäre mit seiner Linie bei dieser Geschwindigkeit nie um die Kurve gekommen, der war viel zu weit innen“, attackierte der Red-Bull-Motorsportberater den Briten bei oe24.at noch einmal.

Mercedes' British driver Lewis Hamilton wins the Turkish Formula One Grand Prix at the Intercity Istanbul Park circuit in Istanbul on November 15, 2020. (Photo by TOLGA BOZOGLU / POOL / AFP) (Photo by TOLGA BOZOGLU/POOL/AFP via Getty Images)
ISTANBUL, TURKEY - NOVEMBER 15: Race winner Lewis Hamilton of Great Britain and Mercedes GP celebrates winning a 7th F1 World Drivers Championship on the podium during the F1 Grand Prix of Turkey at Intercity Istanbul Park on November 15, 2020 in Istanbul, Turkey. (Photo by Tolga Bozoglu - Pool/Getty Images)
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7x Weltmeister - so machte sich Hamilton unsterblich

„So ein Einschlag mit 51 g ist kein Lapperl. Dass Max den so überstanden hat, zeigt, wie gut durchtrainiert er ist“, ergänzte Marko, der sich auch zum aktuellen Gesundheitszustand des Niederländers äußerte. „Er ist zurück in Monte Carlo, sein Physio arbeitet mit ihm. Er klagt noch über ein steifes Gnack, aber sonst geht es ihm erstaunlich gut.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Marko attackiert auch Wolff

Doch Hamilton ist nicht der einzige, den Marko ins Visier nimmt, auch über Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff schimpfte er: „Herr Wolff hatte bei den Stewards nichts zu suchen. ÖFB-Trainer Franco Foda geht ja bei einem Fußballmatch auch nicht zu den Video-Schiedsrichtern und erklärt ihnen seine persönliche Sicht der Dinge.“

Hintergrund: Markos Landsmann stattete den Rennkommissaren noch während der Unterbrechung, die auf den Unfall folgte, einen Besuch ab. Schon zuvor hatte der 49-Jährige eine E-Mail an Rennleiter Michael Masi geschrieben und wollte so Einfluss auf dessen Entscheidung nehmen.

Lewis Hamilton kollidierte gleich nach dem Start mit seinem härtesten Rivalen Max Verstappen. Anschließend wütete dieser gegen den Briten.
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Verstappen wütet gegen Hamilton

Auf „ein Revanche-Foul oder andere Blödheiten“ am kommenden Grand-Prix-Wochenende in Ungarn werde man es im Red-Bull-Lager jedoch nicht anlegen. „Auf das Niveau begeben wir uns nicht“, stichelte Marko weiter. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

Stattdessen werde Verstappen eine Antwort auf der Strecke geben: „Er wird alles daran setzen, die WM zu gewinnen.“