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F1-Streithähne haben sich wieder lieb

F1-Streithähne haben sich wieder lieb

Mick Schumacher und Nikita Mazepin fahren auch 2022 als Teamkollegen bei Haas gegeneinander und geben vor, sich nach ihren Reibereien wieder lieb zu haben.
Mick Schumacher hat seinen Vertrag bei Haas um ein Jahr verlängert. Fehler oder vernünftiger Schachzug?
Bianca Garloff
Ralf Bach
von Ralf Bach, Bianca Garloff
25.09.2021 | 00:37 Uhr

Was SPORT1 vorab berichtete, wurde jetzt offiziell: Mick Schumacher (22) und Nikita Mazepin (22) werden auch 2022 als Teamkollegen bei Haas gegeneinander fahren. (BERICHT: Zukunftsentscheidung gefallen - so reagiert Schumacher)

Beide wurden am Donnerstag in Sotschi als Fahrerpaarung für die kommende Saison bestätigt. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Formel 1)

Schumacher junior jedenfalls freut sich: „Ich bin froh, dass ich bei Haas bleiben kann. Ich habe hier im Team ein Familiengefühl.“ Und weiter: „Wir haben ein gutes Fundament aufgebaut und ich hoffe, dass wir mit einem guten Auto die Ernte einfahren können.“

Schumacher und Mazepin weiter Kollegen bei Haas

Dass es auch 2022 wieder zum teaminternen Duell gegen Mazepin kommt, ist für den Deutschen kein Problem.

Obwohl die beiden in diesem Jahr bereits mehrfach verbal und auf der Rennstrecke aneinandergeraten sind, glaubt Mick: „Das wird in vielerlei Hinsicht auch hochgekocht. Es ist Racing. Wichtig ist, dass wir weiter zusammenarbeiten und das Team gemeinsam voranbringen.“

Bereits zuvor hatte es versöhnliche Worte von Mazepin gegeben. „Ich mag Mick von ganzem Herzen. Er ist ein super talentierter Junge“, hatte der junge Russe im Formel-1-Podcast „Beyond The Grid“ gesagt und betont: „Es ist viel los und gleichzeitig auch nichts.“

Hamilton vs. Verstappen: So sieht es Schumacher

Ohnehin könne es im Rennen immer mal krachen. Das zeige der Zweikampf zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen, die zuletzt in Monza erneut kollidiert sind.

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Schumacher nimmt die beiden Kampfhähne in Schutz: „Solche Renngeschehen passieren innerhalb von Zehntelsekunden. Nachher ist man immer schlauer, wenn es einem passiert ist.“

Von Duellen an der Spitze ist Schumacher indes noch weit entfernt. Immerhin: An den Kurs in Sotschi hat er gute Erinnerungen. 2020 holte er in der Formel 2 einen Sieg und einen dritten Rang. (DATEN: Die Fahrerwertung der Formel 1)

„Leider werden wir diesmal nicht um Siege kämpfen“, räumt er ein, „aber vielleicht ein gutes Ergebnis als Motivation für Rest der Saison einfahren.“

Schumacher blickt optimistisch auf 2022

Für 2022 ist er da schon optimistischer. Hintergrund: Haas hat das Auto 2021 kaum weiterentwickelt, um sich ganz auf die neue Saison mit neuen Regeln zu konzentrieren. „Wir haben das ganze Geld ins nächste Jahr gesteckt“, erklärt auch Schumacher. „Hoffentlich gibt uns das einen kleinen Vorsprung.“ (DATEN: Die Teamwertung der Formel 1)

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Haben sich Schumacher und Mazepin wirklich wieder lieb?

Allein: Dass die beiden vorgeben, sich wieder lieb zu haben, erinnert an wenig an eine Schmierenkomödie, bei der Team und Investor Drehbuch und Dialoge vorgegeben haben.

Glaubwürdig erscheint es nach den hitzigen Duellen auf der Piste und mit Worten in den letzten Wochen kaum.

Es ist auch kein Zufall, dass die Bekanntgabe der beiden in Russland stattfand. Es ist das Heimatland von Mazepin und seinem Vater, der als Uralkali-Boss das meiste Geld in das Team steckt, das unter amerikanischer Flagge fährt und von Ferrari technisch unterstützt wird. (DATEN: Der Rennkalender der Formel 1)

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