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Warum David Schumacher die Formel 1 abhakt

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Warum David Schumacher die Formel 1 abhakt

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David Schumacher hakt F1 ab

Der Sohn von Ralf Schumacher sieht seine Zukunft im GT Masters und fiebert seinem Start auf der Nordschleife entgegen. Sein Ziel ist es, Geld zu verdienen.
SPORT1-Reporterin Anna Dollak wagt sich für eine Runde auf der "Eau Rouge" auf den Beifahrersitz von Ex-Formel-1-Star Mick Schumacher.

Im Motorsport muss man irgendwann Entscheidungen treffen und sich von Träumen verabschieden. Auch wenn es weh tut. David Schumacher hat das getan.

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Der 22-Jährige hat einen Haken hinter die Formel 1 gesetzt. Nun, zumindest fast. „Ich glaube, der Traum wird immer weiterleben im Hinterkopf“, sagt der Sohn von Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher zu SPORT1. Das „Aber“ kommt allerdings sofort: „Aber wenn man es realistisch sieht, ist das Thema Formel 1 abgehakt.“

Denn klar: Schumacher ist schon relativ lange raus aus dem Formelsport, zuletzt fuhr er 2021 eine Saison in der Formel 3. Danach wechselte er in die DTM, also in den GT-Sport. Dort fuhr er zwei Jahre, 2024 wird er im GT Masters an den Start gehen. Wenn man so will, macht er aus sportlicher Sicht noch mal einen Schritt zurück.

„Zum einen deshalb, weil für die DTM von Mercedes-AMG nur noch Performance-Fahrer eingesetzt werden und ich noch nicht diesen Status habe“, erklärt er. „Zum anderen, um alles in Ruhe anzugehen, ein bisschen außerhalb des Scheinwerferlichts. Damit ich fahren und mich weiterentwickeln kann.“

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GT Masters statt Formel 1

In der DTM stand er mit seinem Namen oft im Fokus, auch weil die Ergebnisse ausgeblieben sind. Insgesamt fuhr er in zwei Jahren nur vier Mal in die Punkte. Nach Unfällen mit gestandenen DTM-Stars wie René Rast ging es dann auch schon mal verbal hoch her. Im GT Masters tritt er im Meisterteam HRT gemeinsam mit Vorjahreschampion Salman Owega an. Dort ist der Titel das Ziel.

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Und warum versucht er es nicht noch einmal im Formelsport? „Das Problem ist, dass die Nachwuchsfahrer im Moment nicht befördert werden in die Formel 1″, betont Schumacher, der McLaren-Pilot Oscar Piastri als Beispiel nennt.

Der Australier fährt jetzt zwar seine zweite Saison in der Königsklasse, musste aber zwei Jahre lang auf sein Debüt warten. „Selbst wenn ich jetzt in die Formel 2 zurückkehren würde und die Meisterschaft gewinnen würde, ist die Chance sehr gering, dass ich es in die Formel 1 schaffe und ein Cockpit frei wird“, so Schumacher.

Denn hinzu kommt: „Um die Meisterschaft in der Formel 2 zu gewinnen, braucht man das perfekte Team, man braucht das perfekte Jahr, man braucht den perfekten Motor. Und wenn man das nicht alles zusammen hat, kann man die Meisterschaft nicht gewinnen.“ Deshalb fiel die Entscheidung gegen die Rückkehr, da der Nachwuchsrennsport immer noch unfassbar viel Geld kostet.

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Hohes Budget für Formel 3 nötig

Schumacher: „Das Budget für die Formel 3 beträgt drei Millionen Euro. Da sind Testtage noch nicht inklusive. Wenn man da nicht das beste Team auswählt, was dann noch eine halbe Million Euro mehr nimmt als die Mittelfeldteams, dann sollte man es am besten ganz lassen.“

David Schumacher geht in zwischen in der GT-Masters-Serie an den Start
David Schumacher geht in zwischen in der GT-Masters-Serie an den Start

Stattdessen geht Schumacher in diesem Jahr eine ganz neue Herausforderung an: Für Schnitzelalm Racing nimmt er in einem Mercedes-AMG GT3 am 24-Stunden-Rennen (30. Mai bis 2. Juni) auf der legendären Nordschleife teil. Die Zulassung für die „Grüne Hölle“ hatte er erworben, obwohl Papa Ralf dagegen war.

„Mein Papa ist selbst nie dort gefahren, weil ihm die Nordschleife einfach zu gefährlich ist. Die Nordschleife heißt nicht umsonst ‚Grüne Hölle‘, sie birgt einige Gefahren, gerade wenn viele langsame Autos dabei sind. Deshalb hat er gesagt, dass es ihm lieber wäre, wenn ich es lasse“, so Schumacher, der das aber für sich selbst entscheiden wollte. Und den Ritt wagt.

Schumacher in Sachen Zukunft entspannt

„Mich hat die Nordschleife gepackt und ich verstehe, warum jeder Fahrer mir gesagt hat, dass es die beste Strecke der Welt sei. Ich denke, da wird von mir auf jeden Fall in Zukunft noch was kommen.“

Apropos Zukunft. Die kurz- und mittelfristige geht er relativ entspannt an. Er mache sich keine Gedanken, was nächstes Jahr kommt: „Die Gedanken kommen dann irgendwann Ende des Jahres, wenn die Saison vorbei ist. Da ist dann schon ab und zu ein bisschen Stress und auch Druck dahinter. Ich bin dann auch immer ein wenig abhängig von den Plänen der Sponsoren. Aber belastend ist das überhaupt nicht.“ Mittelfristig bleibt es das Ziel, „mit dem Motorsport Geld zu verdienen. Und schnell zu sein, die Serie ist mir da im Grunde egal“.

Dann verabschiedet man sich auch schon mal von großen Träumen, wenn es sein muss. Auch wenn es weh tut.