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Formel 1: Mercedes-Boss tütet Millionen-Deal ein

Neuer Millionen-Deal für Mercedes

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat einen Anteil am Formel-1-Rennstall veräußert. Den Deal bringt offenbar eine dreistellige Millionensumme ein.
Toto Wolff ist Teamchef von Mercedes
Toto Wolff ist Teamchef von Mercedes
© IMAGO/NurPhoto
Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat einen Anteil am Formel-1-Rennstall veräußert. Den Deal bringt offenbar eine dreistellige Millionensumme ein.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat einen weiteren Teil seiner Anteile veräußert – und die Silberpfeile damit in neue wirtschaftliche Sphären katapultiert. Der 52-Jährige verkaufte 15 Prozent seiner privaten Holding an George Kurtz, den CEO des langjährigen Partners CrowdStrike.

Auf Basis dieser Transaktion wird das Team aus Brackley nun mit 4,6 Milliarden Pfund bewertet und rangiert laut Wolff „unter den fünf, vielleicht sogar drei profitabelsten Sportteams der Welt“.

Im Gespräch mit Sky schwärmte der Österreicher von der Entwicklung der Formel 1: „Die Teams sind nachhaltig und profitabel geworden. Unsere Bewertung kommt nicht aus der Luft, sie leitet sich aus Umsatz und Cashflow ab.“ Wolff hält weiterhin ein Drittel am Rennstall, der neue Deal macht somit fünf Prozent der Mercedes-F1-Anteile aus.

Kurtz: „Millisekunden entscheiden, Daten siegen“

Auch Käufer George Kurtz betonte den Schulterschluss von Rennsport und IT-Sicherheit: „Sowohl im Racing als auch in der Cybersecurity sind Tempo, Präzision und Innovation entscheidend, um zu gewinnen. Millisekunden entscheiden, Daten siegen.“ Er wolle helfen, das Team „sicher nach vorn zu beschleunigen“.

Die Beteiligung wurde wenige Tage vor dem Las-Vegas-Grand-Prix abgeschlossen, dem ersten von drei verbleibenden Rennwochenenden. Mercedes liegt aktuell auf Rang zwei der Konstrukteurs-WM und muss sich gegen Red Bull und Ferrari behaupten. Jede Platzierung zählt, denn im Mittelfeld klaffen nur wenige Punkte.

Im ersten freien Training landeten George Russell und Kimi Antonelli lediglich auf den Positionen neun und zehn. Wolff führte die mäßige Ausbeute auf die schwierigen Bedingungen zurück: „Die Strecke war extrem dreckig. Wer fünf Minuten später fährt, findet sofort mehr Grip.“ Immerhin hätten die Long Runs „ermutigend” ausgesehen. Ob das reicht, wird das Qualifying zeigen.