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"Ich verstehe das nicht genau": Hamiltons brisanter Verdacht

Hamiltons brisanter Verdacht

Ferrari zeigt sich von der Mercedes-Dominanz überrascht. Lewis Hamilton äußert eine brisante Vermutung.
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Ferrari zeigt sich von der Mercedes-Dominanz überrascht. Lewis Hamilton äußert eine brisante Vermutung.

Die dominante Vorstellung von Mercedes im Qualifying zum Großen Preis von Australien (Sonntag, ab 5.00 Uhr im LIVETICKER) sorgt für Stirnrunzeln im Fahrerlager. Besonders Lewis Hamilton kann sich den Leistungssprung der Silberpfeile kaum erklären und fordert eine genaue Untersuchung.

Der Ferrari-Pilot landete im Zeittraining nur auf Rang sechs und hatte fast eine Sekunde Rückstand auf die Pole-Zeit von George Russell. Für den siebenmaligen Weltmeister wirft die Performance seines früheren Teams Fragen auf.

„Ich verstehe das nicht genau. Bei den Tests haben sie nicht gezeigt, dass sie so aufdrehen können, und jetzt haben sie plötzlich diese Extra-Power“, sagte Hamilton nach dem Qualifying.

Ferrari am Freitag schnell

Noch am Freitag hatte Ferrari in den Trainings zeitweise das Tempo vorgegeben. Doch im Qualifying wendete sich das Bild komplett. Russell dominierte das Feld, während Teamkollege Kimi Antonelli trotz eines Trainingscrashs ebenfalls in die erste Startreihe fuhr.

Selbst Charles Leclerc war erstaunt, wie groß der Abstand plötzlich wurde. „Gestern haben wir von einer halben Sekunde gesprochen, jetzt sind es acht Zehntel“, wundert sich der Monegasse. „Das ist deutlich mehr, als wir erwartet hatten.“

Besonders Russells schnellste Runde sorgte bei Ferrari für Verwunderung. Noch mal Leclerc: „Die letzte Runde von George war einfach irre. Ich habe mir die Daten angeschaut und sie noch einmal geladen, weil ich dachte, sie wären fehlerhaft.“

Hamilton will Aufklärung

Hamilton geht sogar noch einen Schritt weiter. Der Ferrari-Star fürchtet, dass hinter der Mercedes-Dominanz ein technischer Trick steckt.

„Wir müssen herausfinden, was das ist“, sagte der Brite. „Ich hoffe, es ist einfach nur reine Leistung und wir müssen einen besseren Job machen. Aber es kann nicht sein, dass sie in jedem Sektor zwei Zehntel nur durch reine Power gewinnen.“

Sein konkreter Verdacht: „Wenn das etwas mit dieser Kompressionsverhältnis-Sache zu tun hat, wäre ich enttäuscht, dass die FIA das erlaubt hat. Denn so steht das nicht in den Regeln.“

Zur Erinnerung: Der vermeintliche Verdichtungstrick der Silberpfeile soll erst ab 1. Juni verboten werden. Solange versucht Mercedes der Konkurrenz zu verklickern, dass er kaum etwas bringt. Hamilton glaubt das nicht.

Hamilton will nicht tatenlos zusehen

Fest steht: Sollte Mercedes tatsächlich eine Grauzone gefunden haben, will Hamilton nicht tatenlos zusehen. Statt auf eine mögliche Regeländerung zu warten, fordert er eine schnelle Reaktion seines eigenen Teams.

„Ich werde meinem Team Druck machen, dass wir dasselbe tun, damit wir mehr Leistung bekommen“, erklärte er.

Der Brite warnt sogar vor einem möglichen frühen WM-Nachteil: „Wenn du im Qualifying eine Sekunde zurückliegst, verlierst du in ein paar Rennen sehr viele Punkte.“

Abgesehen von der Mercedes-Dominanz hatte Ferrari im Qualifying auch mit eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Hamilton verlor im zweiten Qualifying-Segment kurzfristig Leistung und geriet aus dem Rhythmus.

Ferrari blickt auf Mercedes

„Wir waren auf dem Medium-Reifen solide“, berichtete er. „Als wir später wieder rausfuhren, kamen wir hinter andere Autos und verloren Temperatur in den Reifen.“

Leclerc ergänzte: „Im Q2 hat die Energiebereitstellung an beiden Autos nicht richtig funktioniert. Mit diesen Autos ist jede Runde, die du verlierst, ein großer Nachteil.“

Die Scuderia hat in der eigenen Garage also eigentlich genug zu tun. Trotzdem bleibt der Blick bei Ferrari vor allem auf Mercedes gerichtet. Denn nach dem Saisonauftakt in Melbourne wirkt es so, als hätten die Silberpfeile einen deutlichen Vorsprung gefunden.

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