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Olympia-Boykott: So verhält sich Deutschland

Olympia-Boykott: So verhält sich Deutschland

Der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz vermeidet eine klare Aussage über einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking. Zumindest Bundespräsident schafft Fakten.
Scholz plant mit der neuen Regierung einen Austausch
Scholz plant mit der neuen Regierung einen Austausch
© AFP/POOL/SID/JOHN MACDOUGALL
SID
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von SID

Der künftige Bundeskanzler Olaf Scholz hat eine klare Aussage über einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) vermieden.

Demnach werde sich die neue Ampel-Regierung „sehr sorgfältig mit uns, unter uns und mit den Partnern in Europa und der Welt beraten“, sagte Scholz am Dienstag.

Zahlreiche Länder, mit denen Deutschland zu tun habe, sagte Scholz (SPD), „haben Regierungsformen, die vollständig anders ausgerichtet sind als das, was wir selber richtig finden“, so Scholz. (NEWS: Alles zu den Olympischen Spielen)

Dennoch sei es wichtig, "über die Unterschiede Bescheid zu wissen und trotzdem gut miteinander auszukommen in der Welt".

Fest steht indes, dass Frank-Walter Steinmeier China fernbleiben wird.

Es gebe „keine Pläne, nach Peking zu reisen“, sagte eine Sprecherin des Bundespräsidenten der Sportschau. „Diese Pläne gab es aber auch nicht, bevor die USA ihre Entscheidung bekannt gaben.“

Am Montag hatte die US-Regierung um Präsident Joe Biden verkündet, dass sie den Olympischen Winterspielen fernbleiben werde.

Damit wolle sie gegen die Menschenrechtsverletzungen in China, die Unterdrückung der uigurischen Muslime in Xinjiang und die Repressionen gegen die Demokratiebewegung in Hongkong protestieren.


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